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Nettetal
Der Abbruch des Bauhofs hat begonnen

Nettetal: Der Abbruch des Bauhofs hat begonnen
Die alten Gebäude des Baubetriebshofs an der Breyeller Straße in Lobberich werden abgebrochen. Nach dem Jahreswechsel soll möglichst schnell mit dem Neubau begonnen werden. FOTO: Busch
Nettetal. An der Breyeller Straße in Lobberich soll bei entsprechenden Wetterbedingungen im neuen Jahr so bald wie möglich mit dem Neubau begonnen werden. Drei Bauabschnitte sind für das 5-Millionen-Projekt geplant. Von Ludger Peters

Die Stadt hat an der Breyeller Straße mit dem Abbruch des Bauhofs begonnen. Nach Angaben der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche soll das aufstehende Mauerwerk noch vor Weihnachten komplett verschwinden, es folgt die Beseitigung von Fundamenten und Bodenplatten. "Mit dem Neubau möchten wir dann möglichst schnell beginnen. Aber das ist bei einer Winterbaustelle natürlich stark vom Wetter abhängig", sagte sie.

Im Mai des vergangenen Jahres hatte die Stadt den Startschuss für den Neubau gegeben. Vorausgegangen waren jahrelange Diskussionen darüber, in welcher Form ein Baubetriebshof betrieben werden sollte. Vor knapp 15 Jahren war abgewogen worden, den Bauhof als Regiebetrieb, als Eigenbetrieb, in Form eines Zweckverbandes auf Kreisebene mit anderen Bauhöfen oder auch durch die Zusammenlegung mit den Stadtwerken Nettetal weiterzuführen. Überlegt wurde, ob der Bauhof an alter Stelle neu errichtet werden sollte, "reserviert" hatte die Stadt sich die Fläche neben der Straßenmeisterei an der Dülkener Straße in Breyell sowie erwogen, in der Nähe der Stadtwerke in Kaldenkirchen neu zu bauen.

Vor fünf Jahren - inzwischen war der Nettebetrieb gegründet worden, dem auch der Bauhof zugeordnet ist - wurden die Beratungen endlich konkreter. Das war überfällig, da die Mitarbeiter in schier unzumutbaren Räumen hockten und die Enge für Maschinen, Fahrzeuge und Material vollkommen überflüssige Kosten verursachte. Rund 3,85 Millionen Euro sollte der Neubau kosten, den der Nettebetrieb verfolgte. Es gab noch einmal, angestoßen von der FDP, Überlegungen zum Standortwechsel nach Breyell. Aber das Gelände an der Breyeller Straße ist durch die Industriebetriebe, die sich hier befanden (Niedieck, Weyer & Lenz) viel zu belastet. Eine Wohnbebauung ist unmöglich, auch wenn der Wunsch nach einem "schöneren Entree" Lobberichs von Breyell aus in den Diskussionen mitschwang.

Im April 2011 gab der Betriebsausschuss des Nettebetriebs grünes Licht für einen bundesweiten Architektenwettbewerb. Der Neubau solle an der Straße eine "erhebliche optische Verbesserung der Ortseingangssituation" schaffen. Unterzubringen seien darin Verwaltungs- und Sozialräume. Die anderen Gebäude für Fahrzeuge und Material sollten dahin so zweckmäßig wie möglich geplant werden. Ein Jahr später präsentierte die Stadt den siegreichen Entwurf der Krefelder Architekten Ralf Kleinrosenbleck und Michael Karbenn aus dem Büro "dreika".

Die zeitliche Planung geriet danach noch einmal ins Stocken. Aus dem Baubeginn ab 2013 wurde nichts. Ein Jahr später, just zur Kommunalwahl, wurden dann der Start in einem Kostenrahmen von nunmehr fünf Millionen Euro signalisiert. Bisher steht die neue Fahrzeughalle. Der durch Rückstände des ehemaligen Niedieck-Gaswerks belastete Boden blieb unberührt - eine Sanierung zöge ungeheure Kosten nach sich. Man geht davon aus, dass die Altlast keine weiteren Schäden anrichtet.

Drei Abschnitte sind für den Neubau geplant. Fritzsche räumt ein, dass der Zeitplan des vergangenen Jahres nicht eingehalten werden konnte. "Die Schlepphalle ist fertig uns in Funktion. Die Mitarbeiter sind alle ins Werkstattgebäude eingezogen. Für das Materiallager haben wir Seecontainer angeschafft. Der Waschplatz ist neu und vom Bodenniveau her angepasst worden, das gilt auch für das Streusalz-Silo. Schön wäre es, wenn wir im frühen Frühjahr beginnen könnten". Sie rechnet mit einer Bauzeit von zweieinhalb bis drei Jahren bis zur vollständigen Fertigstellung.

Quelle: RP
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