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Nettetal
Der Mann, der die Gräber verschönert

Nettetal. Im Jahr 2007, also vor fast zehn Jahren, konnte der Nettetaler Steinmetz und Bildhauer Manfred Mangold gleich zwei Jubiläen feiern: Er erhielt den Silbernen Meisterbrief und machte zugleich mit seiner ersten Ausstellung in Düsseldorf auf sich aufmerksam. Dass er die Meisterausbildung im Steinmetz und Steinbildhauer-Handwerk absolvierte, war für ihn die wichtige Grundlage für seine künstlerische Tätigkeit. Jetzt wurde Manfred Mangold erneut geehrt, seit 25 Jahren führt er in Hinsbeck auf der Neustraße sein Steinnetz- und Bildhauer Atelier. Obermeisterin Dorothee Elias und Timo Torz, Innungsgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, gratulierten dem Jubilar. Von Inge von den Bruck

Den Nettetalern ist Mangold für seine Kunstobjekte auf dem Hinsbecker Kunstweg und aus seinen Ausstellungen in seinem Atelier bekannt. Seine Werke stellen sich oftmals erst auf den zweiten Blick dar, sprechen jedoch die gleiche, reduzierte Sprache. Um das unterschiedliche Material, Basalt und Marmor, hervorzuheben, hat Manfred Mangold seine Stelen teils gemeißelt, teils geschliffen.

Die Skulptur, ein Kubistisches "Für- und Miteinander", die nun ihren Platz in der Nähe der Pfarrkirche auf der Wankumer Straße gefunden hat, sei eine persönliche Herausforderung für ihn gewesen. Im Vergleich zu seinen sonst so schlanken, erschaffenen Stelen, war dieses Kunstwerk ganz anders. "Größenmäßig schon ein Höhepunkt meiner bisherigen künstlerischen Tätigkeit", zieht der Steinmetz und Bildhauer ein Resümee.

Zu jedem Kunstwerk entsteht in seinem Kopf zuerst die Idee, bis dass der Funke überspringt und er seine Arbeit fertig im Kopf hat. Dann beginnt die Suche nach dem passenden Material für die Arbeit. Seine Kunstwerke sollen erspürt, nachempfunden werden. Nicht nur in Nettetal, auch in Nettetals Partnerstädten Caudebec und Fenland, in der Friedenskirche Krefeld, in Schloss Wickrath, Korschenbroich, Kempen und in den Niederlanden hat Manfred Mangold seine Kunstwerke aus- und aufgestellt. Der "4. Engel schwarz-weiß" im Park des Krankenhauses ist vielen Besuchern und Patienten bekannt.

In seiner Werkstatt fertigt Mangold individuell gestaltete Stelen als Grabzeichen an, aber auch Grabmale mit Ornamenten, Gedenksteine aus Felsen oder Findlinge sowie Grabmale für Urnen- oder Reihengräber, die auf den Nettetaler Friedhöfen zu finden sind.

Quelle: RP
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