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Nettetal
Der Schwerpunkt liegt in Kaldenkirchen

Nettetal: Der Schwerpunkt liegt in Kaldenkirchen
Die Baugesellschaft dehnt sich im Haus an der Synagogenstraße 6 in Kaldenkirchen aus: Im Obergeschoss wird eine Mietwohnung frei, da zieht in Kürze die technische Abteilung ein. FOTO: Busch
Nettetal. Die Baugesellschaft Nettetal errichtet nach dem Gebäude für Flüchtlinge an der Breslauer Straße zehn Mietwohnungen an der Steyler Straße und plant neu an der Buschstraße. Baugebiete in Leuth und Lobberich sind abgeschlossen. Von Manfred Meis

Wenn im Sommer der Bau von acht Sozialwohnungen für Flüchtlinge an der Breslauer Straße abgeschlossen ist, packt die Baugesellschaft Nettetal gleich ein neues Projekt an der Steyler Straße an: Dort entsteht auf einem Grundstück gegenüber der Einmündung Breslauer Straße ein Neubau mit zehn Mietwohnungen, die komplett oder überwiegend frei finanziert werden. In der Schublade liegen schon erste Überlegungen für ein Gebäude auf einem Grundstück an der Buschstraße, das von den Stadtwerken gekauft werden soll. "Damit erfüllen wir weiter unsere Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen", unterstrich Dr. Marcus Optendrenk. Der Aufsichtsratsvorsitzende hielt es für wichtig und richtig, auch Grundstücke auf Vorrat zu kaufen, wenn "die Baugesellschaft zukunftsfähig sein will". Als Sprecherin des Vorstandes ergänzte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche: "Der Markt in Kaldenkirchen ist sehr eng."

Das Grundstück an der Buschstraße hatte die Stadt in Reserve gehalten, weil eine Sporthalle errichtet werden sollte. Nach der Lösung auf dem Lueb & Schumacher-Gelände ging der 3000 m² große Bereich an die Stadtwerke für den Bau eines Blockheizkraftwerkes. "Der Standort ist gut, viel mehr ist in Kaldenkirchen nicht anzutreffen", sagte Fritzsche. Da die Fläche dreieckig angelegt ist, seien Ideen gefragt, die in einem Wettbewerb 2017 erkundet werden sollen, denn "das Haus soll sich sehen lassen können". Die Erschließung soll über den Parkplatz erfolgen.

Der Neubau an der Steyler Straße soll im Sommer 2017 fertig sein. Die zehn Wohnungen sind zwischen 55 und 85 m² groß, haben zwei bis vier Zimmer und eine Terrasse oder Balkon und ein Duschbad. Einige Wohnungen sind barrierearm angelegt und über einen Aufzug erschlossen; außerdem ist die Raumaufteilung flexibel. Zu jeder Wohnung gehören ein Abstellraum im Keller und ein Stellplatz für einen Pkw. Der Mietpreis soll frei finanziert bei 8,50 Euro pro Quadratmeter liegen (plus Nebenkosten). Die Baugesellschaft investiert etwa 2,3 Mio. Euro. Dieses Haus ist für Fritzsche der Beweis: "Wir bauen nicht nur für Flüchtlinge und Studenten", wie hier und da vorwurfsvoll geäußert wurde.

Zufrieden ist die Baugesellschaft mit der Entwicklung von Baugebieten in Leuth und Lobberich. An der Franz-Nelihsen-Straße in Leuth wurde das letzte Grundstück verkauft, nachdem es gelungen war, es mit einem Nachbargrundstück auf 500 m² zu vergrößern. Abgeschlossen ist auch die für die Stadt übernommene Erschließung des Baugebietes Rektor-Budde-Straße in Lobberich (ehemaliger TV-Platz). Hier entstand an der Wevelinghover Straße eine ansehnliche Bebauung in zeitgenössischer Architektur. Fritzsche freute sich über den Nachahmungseffekt bei privaten Bauherren: "Wir betreten oft Neuland, probieren etwas aus und sehen, wie andere das übernehmen."

Ins Haus der Baugesellschaft an der Synagogenstraße ziehen für einige Wochen Handwerker ein, denn eine Wohnung im ersten Geschoss wird nach dem Auszug einer Mieterin in Büroräume umgestaltet. Wie der kaufmännische Vorstand Sven Karth erläuterte, ist der Bestand an Wohnungen in den vergangenen 20 Jahren um rund 20 Prozent auf 991 gestiegen; hinzu kommen 331 Wohnungen (plus 10 Prozent), die im Auftrag von Privatleuten verwaltet werden. Insgesamt leben in den von der Baugesellschaft betreuten Wohnungen rund 4000 Menschen. Obwohl auch die Immobilienverwaltung durch zahlreiche neue Gesetze immer komplexer und umfangreicher wurde, ist das Team der Baugesellschaft nicht größer geworden. Im Frühjahr kommt aber ein zweiter Techniker hinzu. "Damit können wir den gestiegenen Ansprüchen unserer Kunden besser gerecht werden", freut sich Karth. Der Internetauftritt wurde überarbeitet, "viele Kunden erreichen uns auf diesem Wege". Das sind auch Senioren, denn der Besuch der Geschäftsstelle geht auch künftig nur mit Treppensteigen.

Quelle: RP
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