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Nettetal
Die neuen Pläne der Baugesellschaft

Nettetal: Die neuen Pläne der Baugesellschaft
RP-Foto: F.-H. Busch FOTO: An der Steyler Straße in Kaldenkirchen entsteht seit Anfang des Jahres eine Anlage mit zehn Wohnungen. 2018 sollen sie bezogen werden können.
Nettetal. Die Nettetaler Baugesellschaft baut für sich selbst: In einem geplanten Komplex an der Buschstraße in Kaldenkirchen mit bis zu 15 Wohnungen soll eine größere Geschäftsstelle entstehen. Mehr Platz sei dringend notwendig Von Manfred Meis

Nach 30 Jahren sind die Geschäftsräume im Haus an der Synagogenstraße in Kaldenkirchen zu eng geworden. Darum errichtet die Baugesellschaft Nettetal AG im kommenden Jahr ein neues Wohnhaus an der Buschstraße, in dessen Erdgeschoss auch für sie selbst ausreichend Platz zur Verfügung stehen wird.

Wie der Aufsichtsrat-Vorsitzende Marcus Optendrenk auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Haus Josten in Hinsbeck mitteilte, ist für das Objekt, das auch zwölf bis 15 Wohnungen umfassen soll, ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben worden, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück hat die Baugesellschaft schon Ende vergangenen Jahres für 157.000 Euro von den Stadtwerken gekauft. Ursprünglich war das Gelände für den Bau einer Sporthalle vorgesehen, dann hatten die Stadtwerke es für ein mögliches Blockheizkraftwerk in Vorrat gehalten. Investiert werden insgesamt rund vier Millionen Euro.

Wie Optendrenk sagte, ist "die beengte Situation in unserer Geschäftsstelle" weder Mitarbeitern noch Kunden auf Dauer weiterhin zumutbar. Auch könnten die Räume nicht barrierefrei erreicht werden: "Die Stufen sind daher zunehmend für ältere Menschen ein unüberwindbares Hindernis", sagte der Aufsichtsrat-Vorsitzende. Zudem könne dort kaum eine diskrete Beratungsatmosphäre hergestellt werden.

Das soll am neuen Standort anders sein. Dort gebe es zudem eine Bushaltestelle sowie Parkplätze vor der Tür. "Wir bleiben also nicht nur am Standort Kaldenkirchen, sondern verlagern die Geschäftsstelle in einen Bereich, in dem sogar relativ die größten Wohnungsbestände unseres Unternehmens liegen", unterstrich Optendrenk.

975 Wohnungen hatte die Baugesellschaft 2016 im eigenen Bestand, hinzu kommen elf gewerbliche Einheiten und 94 Garagen. Verwaltet werden 40 Heimplätze (für das Hilfswerk Deutscher Orden), 224 Mietwohnen und 83 Eigentumswohnungen, zehn Geschäftslokale und 115 Garagen. Die Fluktuation liegt bei 11,1 Prozent, der Wert wird durch die häufigen Mieterwechsel in den beiden Studentenwohnheimen und den Studenten-Wohngemeinschaften in die Höhe getrieben. Die Leerstandsquote betrug 1,1 Prozent, allerdings war der Mietausfall etwas geringer als vorher angenommen. Für Renovierungsarbeiten hat die Gesellschaft eine Million Euro aufgewandt, das entspricht 15,79 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Wohnungsmiete lag bei 4,62 Euro je Quadratmeter/Monat und war damit knapp drei Prozent höher als im Jahr 2015. Das Unternehmen hat unverändert neun Mitarbeiter und acht Hausmeister auf Mini-Job-Basis.

Fertiggestellt hat die Baugesellschaft 2016 acht Wohnungen für Flüchtlinge an der Breslauer Straße in Kaldenkirchen. Nach umfangreicher Planung ist seit Anfang 2017 eine Wohnanlage mit zehn Wohnungen an der Steyler Straße im Bau, die 2018 bezogen werden kann. Vermietet wurde Anfang 2017 das dritte Ladenlokal im Objekt "Am Bongartzstift" in Lobberich. Aus dem Bestand entlassen hat die Gesellschaft Ende 2016 zwei Mehrfamilienhäuser in Breyell-Schmaxbruch, die als Obdachlosenwohnungen dienten und nun abgebrochen werden.

Als Vertreter der Stadt Nettetal und damit des Hauptanteilseigners an der Baugesellschaft (80,19 Prozent) lobte Bürgermeister Christian Wagner (CDU) den "stabilen Kern" der Gesellschaft, die mit ihrem Angebot des "sicheren bezahlbaren Wohnraums" zur Lebensqualität in Nettetal beitrage. Das Unternehmen hat seine Eigenkapitalquote in den vergangenen 15 Jahren von 25 auf 36,1 Prozent gesteigert. Aus dem Überschuss von 452.000 Euro wurden die Rücklagen mit 326.000 Euro dotiert, die Aktionäre freuten sich über die sechsprozentige Dividende.

Quelle: RP
 
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