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Nettetal
Dorfmuseum Hinsbeck zeigt "Os Kirk St. Peter"

Nettetal. Gemälde, Aquarelle und historische Fotografien der Pfarrkirche werden auch am ersten Sonntag im August ausgestellt.

Als die Malerin Maria Kuppels im Mai 2014 starb, vermachte sie das Bild "Hinsbecker Pfarrkirche" dem Dorfmuseum des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Hinsbeck. Im "Bergdorf" hatte sie viele Jahre zuvor für längere Zeit gearbeitet. Das brachte den Leiter des Dorfmuseums, Dieter Snyders, auf den Gedanken, eine Ausstellung unter dem Titel "Os Kirk St. Peter" zusammenzustellen. Das Museum zeigte daher außer dem Bild von Maria Kuppels zwei Aquarelle des Hinsbecker Malers Hans Schmitz, zwei Radierungen von Hans-Willi Koch sowie fast 50 großformatige Fotos zur Geschichte der alten und neuen Pfarrkirche.

Das Gemälde von Maria Kuppels stand im Zentrum der Ausstellung. Ein Foto und ihr Lebenslauf geben Auskunft über ihr Wirken. Das Gemälde schuf sie 1979, eine Phase, in der sie ihre Malkunst optimierte und ihren eigenen Stil suchte. Die Kirche ist realistisch dargestellt, die Farben wirken expressionistisch. Ihre späteren künstlerischen Arbeiten sind dagegen immer abstrakter geworden. Es sind meist wilde und dämonische Darstellungen. Im Kontrast dazu stehen Aquarelle von Hans Schmitz, die die Kirche im Sommer sowie in einer Winterlandschaft zeigen.

Die Geschichte der 1868 abgebrochenen und der 1863 bis 1867 neu erbauten Pfarrkirche zeigen zahlreiche Fotos. Interessant eine Nachzeichnung des früheren Hauptaltares vom Hinsbecker Heimatforscher Heinz Koch, die er nach einem Bemalungsauftrag von 1782 anfertigte. Ein weiteres Bild zeigt die um 1700 erbaute Hinsbecker Orgel, die sich heute in der Pfarrkirche Uedemerbruch befindet. Bilder der Ausgrabungen von 1964 und 1977 vervollständigen diesen Abschnitt.

Die meisten Fotografien der Ausstellung zeigen die "neue", von 1863 bis 1867 erbaute Pfarrkirche St. Peter. Das älteste Foto wurde um 1900 aufgenommen, es zeigt das Kircheninnere. Bilder von 1925, 1954 und 1985 dokumentieren die Veränderungen, wobei im erläuternden Text auf die Besonderheiten hingewiesen wird. Auch die Umgestaltung anderer Teile der Kircheneinrichtung, beispielsweise Hauptaltar, Kanzel und Chorfenster, wird so nebeneinander gezeigt, dass man einen guten Überblick erhält.

Eine interessante Ausstellung des VVV, die die Geschichte der Kirche in vielen Fassetten zeigt. Wegen des Umfangs der Arbeiten wird diese Ausstellung verlängert und auch am ersten Sonntag im August gezeigt werden.

(heko)
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