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Nettetal
Einzugstermin ist noch vor Weihnachten

Nettetal: Einzugstermin ist noch vor Weihnachten
Vom Buscher Weg aus führt eine Straße in das künftige Wohngebiet hinein, das den Südrand von Leuth abrunden wird. FOTO: Busch
Nettetal. An der Erschließung des Baugebietes "Hampoel-Süd" muss nun schnell gearbeitet werden. Das Interesse an den Flächen ist groß: 23 von vorerst 36 Grundstücken sind bereits verkauft Von Manfred Meis

Zwei große Schilder am Rande des Raygrasfeldes am Buscher Weg künden von Breyell her kommenden Autofahrern schon länger davon, dass hier neue Häuser entstehen sollen. Nun endlich tut sich etwas: Seit der vorigen Woche markieren kleine Pfähle mit grünem oder rotem Anstrich, wo die Straßen verlaufen sollen, wo der Kanal verlegt wird. Der Fantasie wird nun auf die Sprünge geholfen: Planierraupen schieben die obere Gras- und Erdschicht ab, damit zunächst der Kanal verlegt werden kann.

"Ende Juli sollen die Straßen fertig sein", sagt Sandra Wefers. Sie ist die Geschäftsführerin der für die Erschließung und Vermarktung gegründeten "Leuth-Süd Wefers GmbH". Dann darf es nun nur keine Regenzeit geben, denn zu Weihnachten wollen einige der künftigen Bauherren schon in ihren neuen Häusern wohnen, weil sie ihre jetzigen Wohnungen schon gekündigt haben. "Bei Fertighäusern ist der Termin durchaus realistisch", ist ihre Einschätzung.

Auf dem 23.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Buscher Weg und Austalsweg können 36 Einzel und Doppelhäuser entstehen. Am Südrand, zur freien Feldflur hin, sind Satteldächer mit bis zu 45 Grad Neigung vorgeschrieben. Im inneren Bereich ist die Dachform frei: Flach-, Sattel- oder Walmdach. Die Traufhöhen sind unterschiedlich, nur dürfen die Dächer nicht höher als zehn Meter sein. "Es ergeben sich alle Möglichkeiten zeitgemäßen Bauens." Die Grundstücke haben eine Größe von 458 bis 900 Quadratmeter, der Preis liegt "voll erschlossen" zwischen 145 und 160 Euro. Immerhin 23 Grundstücke hat die Gesellschaft schon verkauft.

Sandra und Michael Wefers haben mit der Erschließung des Wohngebiets in Leuth begonnen. Zum Start kamen unter anderen Bürgermeister Wagner, Ortsvorsteher Reiners und Baudezernentin Fritzsche. FOTO: Stadt Nettetal

Das Baugebiet wird vom Buscher Weg aus erschlossen. Die "Paul-Breuer-Straße", benannt nach dem letzten Leuther Bürgermeister, beginnt gegenüber den Häusern Buscher Weg 11/13. Sie führt dann rund 120 Meter nach Westen und knickt, als Parallele zum Austalsweg, nach Südwesten ab. Von hier aus führt ein Abzweig zurück in Richtung Buscher Weg. Sie knickt aber vorher wieder nach Norden ab, so dass fünf Häuser gleichsam auf einer Insel liegen.

Von der Erschließungsstraße gibt es einen Fußweg zum Austalsweg (gegenüber Einmündung Schulpfad). Sie ist außerdem an den Fußweg im Grünbereich angeschlossen, der das Baugebiet im Süden vom Buscher Weg bis zum Austalsweg umschließt. Die Straßen werden gepflastert und sind komplett mit Kanal, Gas-, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen ausgestattet.

Zwei Häuser werden die Hausnummer 17 und 19 am Austalsweg tragen. Die weitere Randbebauung des Austalswegs bleibt vorerst "außen vor", da die Stadt sechs Grundstückseigentümer nicht unter einen Hut bringen konnte. Das ist für den Landwirt Michael Wefers, dem die jetzt zur Bebauung frei gegebene große Wiese gehört, einer der Hauptgründe für die Verzögerungen. Erste Planungsgedanken wurden nämlich schon 2012 gehegt. Allerdings soll es zwischendurch auch mal zwischen dem Erschließungsträger und dem Investor geknirscht haben. Nun ist aber alles auf Erfolg programmiert: Der Nettebetrieb, verantwortlich für den Kanalbau, und die Investorengesellschaft haben dieselbe Firma mit Kanal- und Straßenbau beauftragt. "Ich bin froh, dass es endlich losgeht. Das alles hat viel Zeit und Nerven gekostet", resümiert Wefers.

Leuther Kommunalpolitiker und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) haben die Realisierung des Baugebiets immer wieder gefordert, weil es "geeignet ist, den Einwohnerrückgang im Ort zu stoppen", wie Ortsvorsteher und VVV-Vizechef Heinz-Robert Reiners (CDU) immer wieder betont hat. Seine Hoffnung richtet sich darauf, dass sich junge Leute mit Kindern ansiedeln, damit Kindergarten und Grundschule weiter im Ort gehalten werden können. Diese Einrichtungen seien für die Zukunft des Dorfes wichtig.

Quelle: RP
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