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Nettetal
Erneut Ärger über zerfurchte Wege

Nettetal. Im März klagte Karl-Heinz Dückers über unpassierbare Wege im Grenzwald, im April war das Problem behoben — nun sind sie erneut zerstört

Schlammig, holprig und unpassierbar - Leser Karl-Heinz Dückers beklagt den Zustand der Wege im Grenzwald. Erneut, denn schon im März hatte er sich mit dieser Entdeckung an die Rheinische Post gewendet.

Der Kaldenkirchener geht gerne im Grenzwald spazieren, genießt die Stille und die Natur. Im März hatte er nach eigener Aussage "heftige Flurschäden" entdeckt. Die Wege waren von tiefen Furchen durchzogen, voller Matsch, und Dückers stufte sie als "teilweise unpassierbar" ein. "Es sah schrecklich aus", berichtete er damals. "Das hängt damit zusammen, dass Bäume gefällt werden. Das Holz muss mit großen Fahrzeugen abtransportiert werden", erklärte Förster Thomas Gieselmann vom Forstamt Niederrhein. Nachdem die Baumfällungen beendet waren, wurden die Wege im April abgetragen, wieder hergerichtet und die Furchen beseitigt.

Nun aber sind sie laut Dückers wieder unpassierbar. Gieselmann erklärt: "Für die Vogelbrutzeit haben wir pausiert, seit Mitte Juni wird der Wald wieder durchforstet." Dass die Wege dabei in Mitleidenschaft gezogen würden, sei nicht zu vermeiden. "Sie sind für die Bewirtschaftung des Waldes da", sagt Gieselmann. "Sie werden bestimmungsgemäß genutzt, dadurch sind sie nicht immer für Spaziergänger akzeptabel." Es sei wie bei der Ernte auf den Feldern: "Da sind die Wege auch dreckig." Im Grenzwald verschlimmere der derzeitige Regen zudem die Situation.

Der Grenzwald erstreckt sich von Kaldenkirchen bis in die Niederlande. Er umfasst eine Fläche von 15.000 Hektar. Der größte Teil davon befindet sich nicht in städtischem Besitz, insgesamt gibt es rund 100 Eigentümer, für die Gieselmann und seine Mitarbeiter den Wald bewirtschaften. Von Zeit zu Zeit würden sie auch die Wege wieder herrichten; wann sie das das nächste Mal machen werden, konnte er nicht sagen.

(emy)
 
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