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Nettetal
Essbare Dekoration und Smoothies beim Ladyz Day

Nettetal. Im Raum der Berufsberatung der Agentur für Arbeit waren Felder auf dem Fußboden aufgemalt, die die Mädchen durchliefen. Das Feld, das die Mädchen betraten, hing von ihrer Antwort beim Berufswahl-Spiel ab. Zuerst standen Fragen nach den Interessen der Mädchen auf den dazugehörenden Kärtchen, die Sonja Finken von der Agentur für Arbeit vorlas. "Arbeitest Du lieber mit Menschen oder mit Baumaterialien wie Holz oder Beton", so die Frage an die 16-Jährige. Die überlegte kurz, entschied sich dann für die Menschen und durfte nach rechts gehen. Von Inge von den Bruck

Dort stand die nächste Frage an, am Ende des Spiels wartete der richtige Beruf auf die 16 Jährige. Der spielerische Test gab Hinweise, ob dieser Beruf zu den jeweiligen Mädchen passt und mit ihren Interessen und Stärken vereinbar ist. Der diesjährige "Ladyz Day", der im Lobbericher Jugendzentrum "Arche" stattfand, zog viele Mädchen an, "Jungs haben hier keinen Zutritt", machten die Mädchen sofort am Eingang auf das Verbot aufmerksam. "Style your life" lautete das Motto und Mädchen wie auch junge Frauen von 10 bis 21 Jahren nahmen die verschiedenen Angebote wahr. Draußen bot Erlebnispädagogin Annette Bergmann Bogenschießen an, "das macht Spaß, das ist ein richtiger Bogen", meinten die Mädchen erstaunt und schnell bildete sich eine lange Schlange. In der Arche selbst herrschte ein großes Gewusel, Kuchen im Glas, essbare Dekorationen aus Marshmallows, leckere Smoothies und Henna-Tattoos, manche Mädchen nahmen gleich mehrere Angebote an. Leonie (10) knetete den Mäusespeck, den sie mit Zitronensaft, Wasser und Zucker verrührt hatte und für einige Sekunden nun in der Mikrowelle erwärmte. Dann wurde der Teig mit Puderzucker bestreut, ausgerollt und ausgestochen. Leonie wählte die Form der Sonnenblume, die Blätter rollte sie dabei vorsichtig nach oben, fertig war die Blüte.

Oben im Raum der Arche war es ganz ruhig. Brunhild Weinmann und Elvira Finkel von der Diakonie Krefeld-Viersen hatten für die Mädchen ein Spielbrett aufgebaut. Gemeinsam sprachen sie über Liebe und Freundschaft. "Was bedeutet lesbisch", so Elvira Finkel. "Dann lieben sich zwei Frauen", wussten die Zehnjährigen. "Die werden manchmal gemobbt, das ist voll gemein", so ein Mädchen. "Wir modifizieren das Spiel je nach Alter der Mädchen", erklärte Elvira Finkel. Bei älteren Mädchen rücke die Sexualität in den Vordergrund. Am Ende des "Ladyz Day" haben die Mädchen viel gelernt und erfahren. Und manches Mädchen ging mit einem Henna-Tattoo nach Hause.

Quelle: RP
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