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Ferkesmarkt in Nettetal
Ferkel machen den Markt erst komplett

Ferkesmarkt in Nettetal: Ferkel machen den Markt erst komplett
Das Rennen der kleinen Schweine verfolgten vor allem die Kinder mit großer Begeisterung. Um die Ausrichtung des traditionellen Ferkelrennens kümmerte sich die Landjugend. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. An rund 100 Ständen präsentierten die Aussteller beim Ferkesmarkt am Wochenende ihr Angebot. Großen Andrang gab es bei einer Modenschau, bei der Greifvogelschau im Ingenhovenpark und beim traditionellen Ferkelrennen. Von Inge von den Bruck

"Freddy, Freddy!" Die Anfeuerungsrufe für Ferkel Freddy sind nicht zu überhören. Ob die Lobbericherin, die laut Freddys Namen ruft, auf das Ferkel gesetzt hat, bleibt allerdings ihr Geheimnis. Als das Wettbüro schließt, werden Rudi, Rosi, Lotta und Freddy auf den Parcours geführt, den die Tiere schon aus den Vorrennen kennen. "In zwei Minuten beginnt das Rennen", tönt es aus den Lautsprechern, die überall auf dem Markt stehen. Die Besucher strömen zum Start.

Voller Erwartung steht die kleine Anna-Maria am Gitter neben dem Parcours und wartet auf die Ferkel. Da, endlich: Die Schiebetüren öffnen sich, die Ferkel rennen los. Freddy setzt sich sofort an die Spitze, vergisst aber auf halber Strecke, weiterzulaufen, bleibt stehen und schnuppert. Das nutzt Ferkel Rudi aus, überholt Freddy und die übrigen Mitstreiter und läuft ins Ziel.

Der Applaus ist Rudi sicher - den Außenseiter hatte niemand ins Visier genommen. "Ferkel-Star" Freddy macht sich offenbar nichts daraus, die Erwartungen der Zuschauer nicht erfüllt zu haben. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Rennen in einer Stunde mit dem Sieg.

Die Besucher setzen vorerst ihren Rundgang über den Ferkesmarkt fort. Mehr als 100 Buden und Stände gibt es, dort wird ein großes Warenangebot präsentiert, das sicherlich keine Wünsche offen lässt. Und dass Lobberich Kontakt zur Welt geknüpft hat, ist spätestens seit dem diesjährigen Ferkesmarkt bekannt: "Honig von Welt" ist auf dem Plakat eines Imkers zu lesen, der sich einen Tag vor Beginn des Marktes angemeldet hat. Ob Distel-, Linden, Kleeblatt-, Raps- oder Löwenzahnhonig, die "Welt" ist auf jeden Fall süß vertreten. Weil die Lobbericher auch weiterhin den Kontakt zur Welt pflegen wollen, bieten die Vertreter der "Nette-Spargel"-Vereinigung ihre heimischen Produkte gleich im Stand daneben an. Viele schmackhafte Gerichte, Marmeladen und Chutneys, werden zum Verkosten gereicht.

Zahlreiche Besucher fanden am Wochenende den Weg nach Lobberich. Rund 100 Aussteller präsentierten dort ihr Angebot. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Die Lobbericher "Bauernschaft" ist nicht nur mit der Landjugend vertreten, die sich jährlich für das Ferkesrennen auszeichnet, auch die Landfrauen sind dabei. In ihrem "Waffelstübchen" gibt es waffelige "Schweineohren" am Stiel, warmen Kakao mit und ohne Amaretto und heißen Kaffee. Im Zelt nebenan haben die "Landmänner" ihre Küche aufgebaut, in der die kleinen Kartoffeln mit Dip der Renner sind.

Überhaupt brauchen die Besucher auf dem Ferkesmarkt keinen Hunger leiden - von der Currywurst mit Pommes über Reibekuchen, Backfisch, Tiroler und bayerische Spezialitäten bis hin zur geräucherten Entenbrust sind alle Geschmacksrichtungen vorhanden, dazu gibt es Bier, Wein und jede Menge unterschiedlicher Cocktails.

Großen Andrang erfährt die Hellenthaler Greifvogelschau im Ingenhovenpark, wo die Besucher die Flugkünste von Adler und Co bewundern können. Zuspruch finden auch die Herbst- und Winterkollektionen bei einer Modenschau, die die Modegeschäfte der unteren Hochstraße organisiert haben.

Quelle: RP
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