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Nettetal
Großeinsatz der Feuerwehr bei Grenzwald-Brand

Nettetal. Etwa einen Kilometer vom Ausflugslokal Haus Galgenvenn an der Knorrstraße in Kaldenkirchen entfernt ist am Freitagnachmittag im Grenzwald ein Feuer ausgebrochen. Auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern brannte der Wald. Größtenteils standen nicht die Bäume in Flammen, sondern es brannte das Unterholz.

Die erste Alarmierung erhielt die Nettetaler Feuerwehr um 17.27 Uhr. Zunächst wurden fünf Löschzüge aus der Stadt Nettetal herbeigerufen, die mit 125 Wehrleuten die Flammen bekämpften. Dabei waren die Löschzüge aus Kaldenkirchen, Breyell, Schaag, Leuth und Hinsbeck. Der Löschzug Lobberich stellte derweil den Grundschutz für die Bevölkerung in der Stadt sicher. Hilfe erhielten die Nettetaler Wehrleute von den Feuerwehren der Umgebung: Das Einsatzleitfahrzeug des Kreises war ausgerückt, auch die Feuerwehren aus Brüggen, Bracht, Elmpt und Oberkrüchten sowie aus Viersen waren zur Unterstützung der Nettetaler vor Ort. Ihre Tanklöschfahrzeuge wurden benötigt, um die permanente Wasserversorgung im Wald sicherzustellen: Im Pendelverkehr transportierten die Fahrzeuge von der Zapfstelle bei Haus Galgenvenn jeweils bis zu 4000 Liter Wasser zum Brandort.

Die Brandursache war gestern Abend noch unklar. Bis Redaktionsschluss rechnete die Feuerwehr damit, bis in die Nacht hinein im Wald im Einsatz zu sein: Dort gingen die Wehrleute nicht nur mit viel Wasser, sondern auch mit sogenannten Feuerpatschen, Spaten und Hacken gegen die Flammen vor. Rund um die brennende Fläche mussten sie den Boden umgraben und nass halten, weil sich Flammen unter der oberen Erdschicht, die aus Tannennadeln und trockenem Holz besteht, durchfressen könnten. So könnten sich Glutnester unbemerkt unter der Erde weiter ausbreiten. Diese Arbeit ist für die Feuerwehrleute extrem anstrengend und kräftezehrend, so dass sie damit rechneten, im Laufe des Abends weitere Löschzüge aus dem Umland herbeirufen zu müssen, um Einsatzkräfte austauschen zu können.

(hah)
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