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Nettetal
Hampoel-Süd wird zum Wohngebiet

Nettetal: Hampoel-Süd wird zum Wohngebiet
Links vom Buscher Weg will ein privater Investor in Leuth ein Wohngebiet entwickeln und umsetzen. Die Stadt ist mit dem Vorhaben bereits grundsätzlich einverstanden. FOTO: Busch
Nettetal. Ein privater Investor will zwischen Austalsweg und Buscher Weg in Leuth bauen. Die Stadt begleitet das Verfahren. Von Ludger Peters

Das letzte nennenswerte Baugebiet in Leuth wurde in den 1970er-Jahren im Süden der Kirche entwickelt. Später kamen einige Häuser entlang des Buscher Weges hinzu, ansonsten wurde nur einige Lücken gefüllt oder Wohngebiete abgerundet, beispielsweise auf der May. Jetzt soll im Süden des Hampoels, hinter Schule und bis zum Buscher Weg, durch privates Investment ein neues Baugebiet entwickelt werden.

Den Wunsch nach zusätzlichen Bauplätzen gebe es in Leuth schon länger, berichtete Baudezernentin Susanne Fritzsche jetzt im Planungsausschuss. Die Stadt verspricht sich davon eine Verjüngung der Bevölkerung im Dorf. Außerdem könne die Nähe zum Gewerbepark Venete Interessenten anziehen, zumal Leuth in einer reizvollen Umgebung liege und verkehrsmäßig sehr gut erschlossen sei. "Wenn man sich wirklich gute Gedanken macht, kann da ein qualitativ gutes Wohngebiet entstehen", sagte sie.

Es wird an den Investoren liegen, die die Planungs- und Erschließungskosten selbst tragen müssen. Allerdings kündigte die Dezernentin an, die Stadt werde ein waches Auge auf die Gestaltung halten. Das sei schließlich auch im Sinne der Investoren, die von sich aus ein Interesse an Qualität und Nachhaltigkeit mitbringen müssten. Susanne Fritzsche unterstrich, dass die Stadt die verfügbare Fläche als besonders werthaltig einstuft. "So was bekommt man wirklich nicht alle Tage, um darauf Wohnhäuser zu errichten", betonte sie.

Die Fläche befindet sich im Süden des Hampoels, quasi hinter der Schule und dann in Richtung Buscher Weg, der nach Breyell führt. Nach Angaben der Stadtverwaltung will der Grundstückseigentümer darum gebeten, das Areal entwickeln zu dürfen. Er will zwei Stadtplanungsbüros parallel damit beauftragen, ein städtebauliches Konzept zu entwickeln. Dadurch können interessante und unterschiedliche Planungsansätze erarbeitet werden, sagt die Stadt bereits voller Erwartung.

Der Entwurf, der den Zuschlag erhält, soll die Grundlage für den künftigen Bebauungsplan bilden. Das gesamte Verfahren wird die Stadt in enger Abstimmung mit dem Investor begleiten. Dies forderte ausdrücklich auch CDU-Sprecher Christian Stein. Ob allerdings die Anregung der SPD, hier nicht nur barrierefreie, sondern auch Sozialwohnungen zu errichten, umgesetzt wird, erscheint zweifelhaft. Für Geschosswohnungsbau sei die Fläche eher weniger geeignet, zumal auch in Leuth dafür kaum Bedarf vorhanden sei, sagte Susanne Fritzsche. Sie werde das sicherlich vortragen, und dieser Vorschlag werde auch im Werkstattverfahren angesprochen. Aber Leuth sei prinzipiell auch eher weniger für ältere Bürger geeignet, da im Ort nur geringe Angebote für den täglichen Bedarf vorhanden seien, es also keine kurzen Wege gebe. "Das kann sich natürlich mit der Zeit auch ändern", fügte sie hinzu. Klaus Schmitz-Becker (WIN-Fraktion) wunderte sich derweil über das Vorhaben. Im Dorfkern gebe es doch auch noch entwicklungsfähige Flächen.

(RP/ac)
 
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