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Nettetal
Hannelore Büttner nimmt Abschied

Nettetal. Nach 41 Jahren im Kindergarten Bongartzstift geht die Leiterin in den Vorruhestand

Hannelore Büttner wird die Zeit im Kindergarten vermissen: "Gerade zu besonderen Ereignissen werden mir die Kinder fehlen", sagt die Frau, deren Name mehr als 41 Jahre lang mit dem Kindergarten Bongartzstift eng verbunden war. Am 1. August ist ihr offizieller erster Vorruhetag, aber bereits am 20. Juni wird in der Kindertagesstätte mit Kindern, Eltern und Kolleginnen ihr Abschied gefeiert. Auch Bürgermeister Christian Wagner wird als Vertreter der Stadt erwartet.

Die Baumaßnahmen zur Erweiterung mit den 150 Mädchen und Jungen, die dann in sechs Gruppen betreut werden, wird Hannelore Büttner dann nur noch aus der Ferne verfolgen. "Mit der Erweiterung und dem neuen Leiter beginnt für die Kita eine neue Zeit", sagt Büttner, "passend für mich, abzutreten".

Vor 45 Jahren begann sie ihre Ausbildung als Erzieherin in einem Kindergarten in Krefeld. "Es hat sich viel verändert in den Jahren." Die Arbeit mit den Kindern selbst hatte ihr immer Spaß gemacht, aber in den vergangenen Jahren habe sie mehr Zeit am Schreibtisch statt in der Gruppe verbracht. "Die Büroarbeit hat zugenommen", sagt sie. Und: "Die Kinder sind heute sind wachsener als damals".

Dazu kommt, dass die Kindergartenkinder auch jünger geworden sind: Im Bongartzstift werden heute 50 Kinder in 4,4 Gruppen betreut, 29 Mädchen und Jungen sind unter drei Jahre. Nach der Erweiterungsmaßnahme werden künftig 150 Kinder in sechs Gruppen betreut, "aber das wird unter neuer Leitung geschehen", so Hannelore Büttner, die ihre alte Kindertagesstätte aber oft besuchen wird, verspricht sie. Zunächst will sie aber drei Wochen Urlaub an der See verbringen. Mit dem neuen Leiter der Einrichtung, Sascha Bähr, der die Erweiterung begleitet hat, sieht sie das "Haus in gute Hände gelegt". Auch mit der Partizipation - der Mitbestimmung der Kinder in den Einrichtungen - seien die Kindertagesstätten gut aufgestellt. Unter dem neuen Leiter, der ausgebildeter Pädagoge ist, werden die Mädchen und Jungen einen neuen Weg gehen. Die Kinder können mit den Pädagogen gemeinsame Regeln erstellen und mitentscheiden - beispielsweise über das Tagesprogramm oder die Raumumgestaltung. Das stärke das Selbstvertrauen. Und "ein gesundes Selbstvertrauen der Kinder ist wichtig", betont Büttner.

(ivb)
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