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Nettetal
Herbstkonzert sorgte in Lobberich für vergnügliche Stunden

Nettetal. Hinsbecker Musikverein Cäcilia spielte in der Werner-Jaeger-Halle. Vor allem das Jugendensemble konnte beeindrucken. Von Inge von den Bruck

Die Werner-Jaeger-Halle verwandelte sich am Sonntagnachmittag in die Royal Albert Hall in London. Zwar stand nicht die "Last Night oft the Proms" auf dem Programm, doch das Herbstkonzert des Hinsbecker Musikvereins Cäcilia stand dem Abschlusskonzert der Promenaden-Konzerte in keinster Weise nach. Wie das Interesse der Last Night of the Proms die Kapazitäten der Royal Albert Hall übersteigt, war auch das Herbstkonzert bis auf den letzten Platz besetzt.

"Wir sind ausverkauft", verkündete Josef Hova, Vorsitzender des Musikvereins zu Beginn des Konzertes. Mit Dirigent Helmut Heister zeigte er sich für die bestens gelungene Musikauswahl des Herbstkonzertes verantwortlich. Annähernd 40 Musiker bestritten den ersten Teil, der von Polka über Märsche bis hin zum Welthit des großen Kinoerfolgs Flashdance, "What a feeling", die gesamte Bandbreite der Blasmusik beinhaltete.

Die spanische Komposition "Castles in Spain", dass die schönsten Schlösser und Burgen Spaniens feurig und romantisch umschreibt sowie die fast bildhafte Beschreibung von Moderator Jürgen Hova, versetzte die Zuhörer sofort in die bizarre Schönheit Spaniens hinein. Und endlich, nach der Pause war es soweit: Das Warten für die 37 Jugendlichen des Jugendensembles des Musikvereins hatte ein Ende. Daria Schulz (Trompete) und Markus Mevissen (Posaune) waren mächtig nervös, war es doch ihrer erster offizieller Auftritt vor großem Publikum.

Ob die Trompetenparade, der lustige Winzer oder der Can Can, der aus dem Pariser "Moulin-Rouge" oftmals gespielt wird - die Jugendlichen spielten ihre Arrangements auf ausgesprochen hohem Niveau und glänzten bei ihren Darbietungen mit viel Disziplin und Können. Mit drei Zugaben endete das Herbstkonzert ganz im Sinne der Night oft the Proms mit "Land of Hope and Glory".

Zum Schluss übernahm der zweijährige Enkel Felix auf dem Arm von Opa Helmut Heister den Dirigentenstock und heimste dabei stürmischen Applaus ein. Für den Dirigenten-Nachwuchs beim Musikverein ist also bestens vorgesorgt.

Quelle: RP
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