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Nettetal
Illegale Werbetafeln kommen bald weg

Nettetal: Illegale Werbetafeln kommen bald weg
Werbetafeln wie diese gegenüber der Ausfahrt der A 61 sind illegal. Die Stadt will sie nur noch zeitlich begrenzt dulden. Dann müssen sie weg. FOTO: Burghardt
Nettetal. Die Stadt geht strenger gegen Verstöße von Vorschriften vor. Kontrollen zeigen Wirkung, manchmal fehlt die Einsicht. Von Joachim Burghardt

Mal eben mit dem Hund Gassi gehen, das Häufchen am Straßenrand einfach liegen lassen - das kann teuer werden: "Da ist ein Verwarnungsgeld von 25 Euro fällig", erklärte Klaus Ossmann. Der Chef des Ordnungsamtes und seine Mitarbeiter waren in den letzten beiden Jahren mehrmals jeweils für zwei Tage zu "Hundehalter-Kontrollmaßnahmen im Stadtgebiet" unterwegs. Ergebnis: "Die Zahl der Verstöße ist rückläufig", berichtete er im Ausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr.

Anfangs wurden bei Kontrollen etwa 20 Hundehalter erwischt, die Verunreinigungen zurücklassen. Mittlerweile seien es "nur noch so sechs bis sieben". Die Kontrollmaßnahmen zeigten Wirkung. Auch scheine das Handlungskonzept Sauberkeit und Ordnung Früchte zu tragen. Es gab "Hundekotaktionstage" und an 14 Stellen hängen mittlerweile Kotbeutel für Hundehalter im Stadtgebiet. Verwarnte Hundehalter sind nicht immer einsichtig. "Wir erwischen auch schon mal Wiederholungstäter", sagte Ossmann. Die müssten dann mit einem "Bußgeld von 50 Euro" rechnen.

Das 2012 beschlossene Konzept soll nicht nur Verunreinigungen oder Verschandelungen beseitigen helfen, sondern das Bewusstsein der Bürgern für ein sauberes und schönes Stadtbild fördern. So beteiligen sich Bürger regelmäßig an Säuberungsaktionen ("Aktion Saubermann").

Doch gibt es weiterhin Störfaktoren aus Sicht der Stadt. Immer noch gibt es "illegale Werbeanlagen" auf Privatgrundstücken. Gemeint sind große Anzeigetafeln und Hinweisschilder, die für meist ortsansässige Firmen und Veranstaltungen werben. Immerhin - ihre Zahl ist "rückläufig durch ordnungsrechtliche Maßnahmen", berichtete Ossmann. Die Stadt fordert Grundstückseigentümer auf, die illegale Beschilderung zu entfernen, notfalls werden Bußgelder verhängt.

"Ein klassischer Fall ist zum Beispiel an der Biether Straße in Breyell", schilderte Ossmann im Ausschuss. An einem Zaun waren dort etliche Werbetafeln angebracht. Das Ordnungsamt schritt ein, sie seien nach und nach entfernt worden. Mittlerweile "hängen dort kaum noch Schilder". Man achte aber darauf, dass sie ganz verschwinden. Kurios: Durch das Einschreiten des Ordnungsamtes wurden manche Eigentümer erst darauf aufmerksam, dass ohne ihre Erlaubnis am Rand ihrer Grundstücke illegal Reklame angebracht war.

Noch nicht entfernt sind die großen Werbetafeln gegenüber der Autobahnausfahrt "Kaldenkirchen" aus Richtung Mönchengladbach. Sie sind laut Ossmann "auch baurechtlich illegal". Wie Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel später erläuterte, werden die Tafeln im Einvernehmen mit den werbenden Firmen so lange geduldet, "bis in der Stadt ein einheitliches Beschilderungssystem für Gewerbegebiete installiert" sei. Einen entsprechenden Beschluss des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am 26. November vorausgesetzt, könnte die Beschilderung "umgehend in die Wege geleitet" werden. Dann würden die illegalen Schilder an der Autobahnausfahrt "bis spätestens Jahresende entfernt" werden.

Quelle: RP
 
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