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Nettetal
Im "Leuther Hof" kann man bald wohnen

Nettetal: Im "Leuther Hof" kann man bald wohnen
Der Leuther Hof FOTO: busch
Nettetal. In dem ehemaligen Restaurant in Nettetal werden zurzeit sieben Wohnungen eingerichtet. Eine hat eine Kegelbahn Von Manfred Meis

Im einstigen Restaurant "Leuther Hof" kann man schon bald wohnen. Im Frühjahr sollen die Umbauarbeiten beendet sein. "Wir haben eine gute Truppe", versichert Karim Lazrak, der mit seinem IT-Geschäftskollegen Kai Langheim im Mai des vorigen Jahres den Gebäudekomplex an der Heronger Straße ersteigert hat.

Bis Ende 2016 wurde das Restaurant noch von den früheren Besitzern weitergeführt, dann mussten sie ausziehen, weil sie verschiedene Punkte des Pachtvertrags nicht mehr erfüllt hatten. Die neuen Eigentümer, die in Lobberich eine IT-Firma betreiben, hatten nach einer Marktanalyse herausgefunden, dass sich ein Restaurant auf Dauer nicht lohne. Da sich auch für Praxisräume kein Interessent fand, wurde der Umbau in Wohnungen geprüft und für gut befunden.

Das Gebäude mit einer Wohn- und Nutzfläche von rund 600 Quadratmetern wird in sieben Wohnungen aufgeteilt, die zwischen 50 und 150 Quadratmeter groß sind. "Wir haben einen sehr guten Architekten", sagt Lazrak. "Wir schaffen überall ein sehr gutes Ambiente." Eine Wohnung hat auch eine Kegelbahn.

An der Außenfassade wird sich kaum etwas verändern; Fenster zum Nachbarhaus mussten auf Wunsch der Bauaufsicht zugemauert werden, dafür gibt es andernorts zusätzliche Eingänge. Die alte Holztür des Haupteingangs bleibt: "Wir wollen den Charme des Gebäudes erhalten", sagt Lazrak.

Der Leuther Hof war seit mehr als 125 Jahren im Besitz der Familie Lenßen. Im Adressbuch 1906 erscheint der "Ackerer, Wirt und Kleinhändler" Heinrich Lenssen als Besitzer. Anfang der 1950er-Jahre wurde nördlich des Haupthauses ein Raum für die Spar- und Darlehnskasse angebaut, denn Reinhold Lenßen war damals auch Rendant des Kreditinstituts geworden. Nach und nach wurde die Landwirtschaft aufgegeben, es entstanden zwei Kegelbahnen, von denen eine in die frühere Scheune hineingebaut wurde. Die Kneipe wurde zum Speiserestaurant, das auch einen Wintergarten hatte.

Dieser Wintergarten bleibt erhalten als "Gemeinschaftsfläche für alle Hausbewohner". Vom früheren Garten ist vieles weggefallen. Dort wurde schon ein Einfamilienhaus gebaut, zwei weitere könnten folgen. Interessenten für die Wohnungen haben sich schon gemeldet, zwei wurden reserviert. "Wir wollen vor allem Leuther berücksichtigen", kündigt Karim Lazrak an.

Quelle: RP
 
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