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Nettetal
Immer mehr Ausflügler auf dem Wanderweg am Galgenvenn

Nettetal. Seit die Strecke zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands gekürt wurde, kommen mehr Besucher. Die Stadt will eine bessere Beschilderung

Seitdem der Premiumwanderweg "Galgenvenn" im Grenzwald von Kaldenkirchen und Bracht zum zweitschönsten Wanderweg in Deutschland gewählt worden ist, ist der Andrang wanderfreudiger Menschen riesig. Immerhin haben sie bis zum Ausgangspunkt am Restaurant Galgenvenn an der Knorrstraße gefunden, obwohl die "Beschilderung dringend aufgewertet werden muss", wie der FDP-Stadtverordnete Hans-Willy Troost in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses anmerkte.

"Der Wanderweg wird geradezu überrollt, da müssen wir reagieren", forderte die SPD-Frationschefin Renate Dyck. Vor allem gebe es zu wenig Parkplätze für die Autos der Wanderer. Während es nicht so einfach ist, aus dem Buschwerk neue Stellplätze herauszuschlagen, sicherte Bürgermeister Christian Wagner (CDU) zu, man werde sich um eine bessere Hinweisbeschiderung kümmern.

Das Thema kam zur Sprache, als die Verwaltung den Sachstandsbericht zur "Tourismusstrategie" vorlegte und auflistete: Die Broschüre "Historisches Nettetal" (48 Seiten, Auflage 10.000 Stück) wird oft bestellt, Stadtführungen werden rege nachgefragt, Willkommensschilder sind aufgestellt, Hinsbeck und Leuth bleiben staatlich anerkannte Erholungsorte, der Bürgerservice wird zertifiziert. Geliefert sind auch Präsentationsmappen (10.000 Stück), in die zum Stadtplan viele Prospekte gesteckt werden können.

Neu sind nach dem Radwegefaltblatt ein Wanderflyer und eine Imagebroschüre in deutscher, englischer und niederländischer Sprache, in Arbeit ist die Broschüre Natur und Freizeit. Damit nichts verloren geht, gibt es auch lindgrüne Textiltaschen mit dem Stadtlogo, in die die Ausschussmitglieder an diesem Abend zusätzlich ihre Sitzungsunterlagen stecken konnten.

Der Premiumwanderweg Galgenvenn führt auf einer Länge von 11,2 Kilometern durch eindrucksvolle Natur - auf deutscher und niederländischer Seite. Er ist ganzjährig in etwa vier Stunden begehbar. Unterwegs entdeckt der Wanderer Relikte der Vergangenheit, wie Grenzsteine, Spuren von Ton- und Kiesabbau sowie Flachskuhlen.

(mm)
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