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Nettetal
Innovent zieht in die neue Halle ein

Nettetal: Innovent zieht in die neue Halle ein
Die Geschäftsführer Rob Jenniskens (Firma Innovent) und Christoph Dicks (Dammer & Dicks sowie Stahlbau Dammer) und Bürgermeister Christian Wagner begannen mit dem Bau der neuen Halle in Kaldenkirchen. FOTO: Busch
Nettetal. In Kaldenkirchen hat der Bau eines Gewerbekomplexes der Dammer & Dicks Gewerbeimmobilien GmbH begonnen. Von Manfred Meis

Weil der Bagger noch in Remscheid gebraucht wurde, griffen Bürgermeister Christian Wagner, Christoph Dicks und Rob Jenniskens zum Spaten, um den symbolischen ersten Stich zu einem neuen Bauwerk zu tun. Zunächst musste jedoch üppig wucherndes Wiesengras entfernt werden.

Entstehen soll auf einem Teil des 4500 m² großen Grundstücks an einem Seitenarm der Straße "An der Kleinbahn", gegenüber dem Kabelhersteller TKD, zunächst eine Halle mit 800 m² Gewerbe- und 150 m² Bürofläche. Einziehen wird die in Krefeld ansässige Innovent GmbH. Im zweiten Schritt will Christoph Dicks, Geschäftsführer der finanzierenden Dammer & Dicks Gewerbeimmobilien GmbH und des Stahlbauunternehmens Peter Dammer GmbH & Co. KG, einen Hallen- und Bürokomplex mit drei bis sechs Einheiten errichten. Er sieht eine Marktlücke: "Manches Unternehmen braucht nur 200 m², die aber kaum zu bekommen sind". Diese Reihenbürohäuser sollen verkauft werden. Damit wäre dann das Grundstück gleich neben dem Umspannwerk der Stadtwerke und dem Glasfaserknotenpunkt voll bebaut.

Bürgermeister Christian Wagner freut sich, dass "ein weltweit agierendes Unternehmen die Vorteile des Standortes Nettetal erkannt hat und sich hier ansiedelt". Er wies dabei besonders auf den nahen Autobahnanschluss für das Gewerbegebiet Venete hin. Für ihn ist sicher, dass Nettetal vom "Überschwappeffekt" aus den Großstädten profitieren werde, weil dort nicht immer passende Grundstücke vorhanden seien. Für den Innovent-Geschäftsführer Rob Jenniskens ist die Lage ideal, weil ein Teil der Arbeitskräfte noch aus Venray kommt, dem früheren Firmensitz, und andere am westlichen Rand von Krefeld leben. "Von Nettetal aus gelingt es uns besser, niederländische und deutsche Fachkräfte zu finden." Außerdem gewinnt das Unternehmen 300 m² Produktionsfläche. In Krefeld war eine Erweiterung nicht möglich. Dort freut sich die zum Konzern gehörende Mold-Tech über mehr Platz für die Bearbeitung von Oberflächen von Automobilteilen.

Die Innovent GmbH, Teil der weltweit tätigen und an der New Yorker Börse gelisteten Standex Engraving Group (Umsatz etwa eine Milliarde Dollar), entwickelt und produziert Räder, die von der Hygieneindustrie entwickelten Windeln eine Oberflächenstruktur geben. Das ist ein kleines, aber wichtiges Segment in einem wachsenden Markt, denn Windeln werden nicht nur für Babys verlangt, sondern auch bei Inkontinenz für Senioren. Von Nettetal aus beliefert das Unternehmen nicht nur Firmen in Europa, sondern zunehmend in Nahen Osten und in Afrika. "Wir wachsen langsam, aber kontinuierlich", bekräftigt Jenniskens. Die Mitarbeiterzahl ist kürzlich von 15 auf 18 aufgestockt worden, auch kann die Halle, wenn es nötig wird, schnell aufgestockt werden.

Nebenbei hat Bürgermeister Christian Wagner auch beobachten können, wie sich das Lkw-Parkverbot für Venete in den Nachbarstraßen auswirkt: Am Rande des Zauns, der das Gelände umschließt, lagen etliche Plastikflaschen und -tüten, die von ausländischen Lkw-Fahrern bei ihrer Wochenendrast in der Kleinbahnstraße zurückgelassen worden war. Auch am Montagvormittag parkten dort noch Lastwagengespanne.

Quelle: RP
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