| 19.23 Uhr

Riesige Rauchwolke über Nettetal-Kaldenkirchen
Feuer bei Fahrzeugbauer – ein Verletzter

Riesige Rauchwolke bei Brand in Kaldenkirchen
Riesige Rauchwolke bei Brand in Kaldenkirchen FOTO: S. Bohm
Kaldenkirchen. Dunkle Rauchschwaden ziehen über Kaldenkirchen: Die Halle eines Fahrzeugbauers an der Autobahn 61 steht am Nachmittag in Flammen. Möglicherweise hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach den Brand ausgelöst. Anwohner mussten Türen und Fenster geschlossen halten.  Von Ludger Peters

Wie die Feuerwehr unserer Redaktion mitteilte, brannte eine Tausend Quadratmeter große Halle des Fahrzeugbauers Leven in einem Gewerbekomplex an der Leuther Straße in Kaldenkirchen. Die Feuerwehr riet am Nachmittag, dass in der Umgebung des Brandes Fenster und Türen vorsorglich geschlossen bleiben sollten 

Anwohner berichteten von Explosionen, die sie gelegentlich hören konnten. Im Einsatz waren fünf Nettetaler Löschzüge sowie Feuerwehrkräfte aus Viersen und Straelen-Herongen.

Bei der Halle handelt es sich um einen Anbau an der Rückseite, auf dessen Dach Solarzellen montiert waren. Das erklärt die Explosionsgeräusche und die spektakuläre Rauchentwicklung. Die Säule war über mehrere Kilometer Entfernung zu sehen. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Photovoltaikanlage das Feuer ausgelöst haben könnte.In der Halle lagerten PU-Dämmplatten (Polyurethan), die für den schwarzen Qualm verantwortlich sind. 

Durch das Feuer ist an der Halle eine etwa 30 Meter lange seitliche Metallwand eingebrochen. Die Feuerwehr beschränkt sich deshalb darauf, die Ausdehnung des Feuers zu begrenzen und die Halle kontrolliert niederbrennen zu lassen. Bis auf einen Feuerwehrmann, der sich im Einsatz leicht verletzte, kam niemand zu Schaden.

Gegen 15 uhr hat die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, die Rauchsäule ist deutlich kleiner geworden. Bei den Löscharbeiten hat sich die Feuerwehr zurückgehalten, weil die Photovoltaikanlage zwar eine Abschaltautomatik hat, in Teilen der Anlage aber noch "Reststrom" sein kann. Die Verbindung mit Löschwasser wäre lebensgefährlich für die Einsatzkräfte. Brandsachverständige der Polizei untersuchen die Brandstelle, sobald dies möglich ist. Die Feuerwehr wird bis in die Abendstunden noch mit Lösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt sein. 

Die Polizei hat eine innerstädtische Straße abgesperrt, der Verkehr auf der nur 150 Meter entfernten Autobahn 61 (Höhe Ausfahrt Kaldenkirchen) fließt ungestört.

 

 

 

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