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Nettetal
Kaldenkirchen und Tegelen planen den Denkmaltag gemeinsam

Nettetal: Kaldenkirchen und Tegelen planen den Denkmaltag gemeinsam
Mehr Infos gibt es in Kaldenkirchen zum Rokoko-Pavillon. FOTO: busch
Nettetal. Kaldenkirchen, heute Stadtteil von Nettetal, und die angrenzende niederländische Gemeinde Tegelen haben viele Gemeinsamkeiten. Eine davon nannte Leo Peters bei der Programmvorstellung zum bundes- und europaweiten Denkmaltag am 9. und 10. September. Von Jannetta Janssen

"In der Kirche St. Clemens und in Tegelen stehen zwei Taufbecken, die derselbe Kupferschmied angefertigt hat", verrät Peters. Damit meint er Johann Mathias Thewen, der in beiden Städten im 18. Jahrhundert aktiv war.

Das ist nur eine von vielen historischen Gemeinsamkeiten, die die beiden Städte verbinden. Erstmals veranstalten sie jetzt den Tag des offenen Denkmals gemeinsam. Das Thema: Macht und Pracht. Die Stadt Nettetal freut sich über das große Engagement des Kaldenkirchener Bürgervereins und über die Hilfe von Leo Peters. "Es ist schön, dass Tegelen an uns herangetreten ist, in diesem Jahr etwas gemeinsam zu machen", sagt die technische Beigeordnete Susanne Fritzsche.

Am zweiten Septemberwochenende können Besucher kostenlos interessantes über viele Denkmale sowohl in Kaldenkirchen als auch in Tegelen erfahren. In Kaldenkirchen führt Peters die Besucher am Sonntag, 10. September, ab 10.30 Uhr von der Katholischen Kirche St. Clemens zum Brigittenkloster und zeigt die Bürgerhäuser auf der Kehrstraße. "Ich bin davon überzeugt, dass alle die Geschichten spannend finden", sagt Peters. Weiter geht es zum ehemaligen Hauptzollamt - heute ist es das Bürgerhaus. Auch den Rokoko-Pavillon möchte der Geschichtsprofessor zeigen und von Familie Poensgen berichten, die als Lumpenhändler sehr erfolgreich war und damit den Bau des im Rheinland einmaligen prachtvollen Gartenhauses finanzierte. "Die Führung wird etwa zwei Stunden dauern, mit ungefähr einem Kilometer Fußweg", so Peters. Bei Interesse soll danach eine weitere Führung folgen. Um 15 Uhr startet eine Radtour zum Rittergut Altenhof.

Tegelen und Kaldenkirchen haben eine gemeinsame Geschichte: Erst 1817 wurde Tegelen den Niederlanden zugeschrieben, vorher gehörte es wie Kaldenkirchen zum Herzogtum Jülich und damit zum Amt Brüggen. Tegelen feiert in diesem Jahr zudem das 200-jährige Bestehen.

Während in Kaldenkirchen die meisten der zehn Objekte gut zu Fuß zu erreichen sind, liegen die historischen Gebäude in Tegelen weiter auseinander. "Am Samstag, 9. September, sind alle 20 Gebäude geöffnet, und auch der Eintritt in die drei Museen ist dann kostenlos", sagt Peter Peeters, Vorsitzender Tag des offenen Denkmals Venlo. Beide Partner wollen sich bemühen, den ausländischen Gästen die Gebäude auch in ihrer Sprache näher zu bringen. Zentraler Ausgangspunkt in Tegelen ist der Info-Point an der Hauptstraße, Kerkstraat 2a. Zwischen 12 Uhr und 17 Uhr können Besucher etwa die Martinuskirche, das alte Kesselhaus im Missionskloster Steyl oder das Schloss Holtmühle mit den wunderschönen Gärten und dem Keramikmuseum erkunden. "In jedem Gebäude gibt es Leute, die viel wissen und viel erzählen werden", verspricht Peter Peeters. Eine Besonderheit sei der Hulsterhof, ein ehemaliger Bauernhof, der an der Grenze zwischen Venlo und Tegelen liegt. "Der Hof ist verkauft, es wird das letzte Mal sein, dass man ihn besichtigen kann", sagt Peeters. Auch das historische Zentrum sei einen Besuch wert.

Insgesamt 2500 Broschüren wurden gedruckt, die in den Bürgerhäusern, bei vielen Einzelhändlern sowie bei den Verkehrs- und Verschönerungsvereinen in Kaldenkirchen und Tegelen ausliegen. Infos gibt es online unter www.nettetal.de.

Quelle: RP
 
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