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Nettetal
Kein Platz für Schwimmer

Nettetal: Kein Platz für Schwimmer
Ferkensbruch (4,5 Hektar) Am Rand von Lobberich, bei Sassenfeld gelegen. Er gehört mit Nette- und Windmühlenbruch zu den drei Lobbericher Stadtseen und auch zur Kette der Nette-Seen. Ebenfalls bei Anglern beliebt. An der Nette gibt es unter anderem einen Fischaufstieg: Auf rund 150 Metern wurde der Abfluss der Nette aus dem See mit Steinen gestaltet. Bekannt ist am Ferkensbruch auch das Stauwehr und die Lüthemühle, heute ein Restaurant. FOTO: buschkamp
Nettetal. Die Nette durchfließt in Nettetalzwölf Seen. Schön für Wanderer, Angler oder Kanuten. Schlecht für Schwimmer: Sie müssen leider draußen bleiben Von Daniela Buschkamp

Nettetal ist die Stadt der Seen. Aber nicht die Stadt der Schwimmer. Denn die müssen aus den Seen leider draußen bleiben - selbst wenn bei Sonnenschein das Wasser noch so verführerisch lockt und eine Abkühlung verspricht.

"Im Kreis Viersen gibt es nur noch ein Strandbad, das die Gelegenheit zum Schwimmen im See bietet", sagt Kreis-Sprecher Markus Wöhrl. Und die liege nicht in der Seenstadt Nettetal, sondern in der Gemeinde Schwalmtal, am Heidweiher.

De-Witt-See Er wird durch den Bahndamm in den großen (27 Hektar) und den kleinen De-Witt-See (acht Hektar) geteilt. Der kleine De-Witt-See steht unter Naturschutz, am großen ist Wassersport möglich. FOTO: Buschkamp

Der Fluß Nette - Namensgeber für Nettetal - durchfließt im Stadtgebiet ein Dutzend Seen mit insgesamt rund 180 Hektar Fläche. Sie sind künstlichen Ursprungs, entstanden durch das Stechen von Torf. Ihre heutige Lage im internationalen Naturschutzgebiet Naturpark Schwalm-Nette - darauf verweisen grünumrandete Schilder - verhindert Plantschpartien zumindest für Menschen. Nicht aber für Enten und Vögel, bekannt ist etwa die bedeutende Graureiher-Kolonie. Was sich heute am Gewässer abspielt, kann man nicht nur als Spaziergänger, verfolgen. Online unter www. rpsn.de/webcam/krickenbeck.html ist über eine Webcam das Leben am See zu beobachten. Seit 1938 steht etwa das Gebiet der Krickenbecker Seen unter Naturschutz. Auch dort wurde im großen Stil Torf gewonnen - und das über drei Jahrhunderte. Die vier Seen Poelvenn, Hinsbecker Bruch, Glabbacher Bruch und Schrolik entstanden dadurch. Ihren Ursprung tragen sie im Namen in Endungen wie -venn oder -bruch.

seit 2012 gibt es keinen ausgewiesenen Badesee mehr. "An den Seen gibt es viele Uferbetretungsverbote", sagt Roswitha Karallus von der Stadt Nettetal. "Ausgenommen davon sind die ehemaligen Badegewässer Poelvenn und Hinsbecker Bruch." Doch dort sei das Schwimmen nicht ratsam, da die Gewässer nicht mehr kontrolliert und möglicherweise mit Keimen belastet seien. "Die Liegewiese am De-Witt-See ist zwar erreichbar", sagt Karallus, warnt aber: "Dort gibt es auch keine Badeaufsicht, so dass ein Baden nur auf eigene Gefahr möglich ist."

Windmühlenbruch (132 Hektar): Zu erreichen über einen kleinen Weg am Fenland-Ring, Nachbar des Nettebruchs. Beliebt bei Spaziergängern: Große Wiesen laden zum Picknick ein, für Kinder gibt es einen Spielplatz. FOTO: buschkamp
Quelle: RP
 
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