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Nettetal
Keine Einstimmigkeit bei Schönfelders Wiederwahl

Nettetal. Beifall, Glückwünsche und ein Blumenstrauß: Der Rat gratulierte Armin Schönfelder zur Wiederwahl. Er bleibt für weitere acht Jahre Nettetals Erster Beigeordneter. Nun sei er "länger im Amt, als das manchen recht ist", spielte Schönfelder in seiner Dankansprache auf das nicht gerade überwältigende Wahlergebnis an. Nettetals Stadtspitze ist damit in rund einem Jahr im Amt bestätigt worden: 2014 wurde Christian Wagner (CDU) bei der Kommunalwahl als Bürgermeister wiedergewählt. Vor just einem Jahr wählte der Rat die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche wieder, übrigens in offener Abstimmung und einstimmig. Beim Ersten Beigeordneten, seit 2007 im Amt, lief es nicht so reibungslos ab.

"Geheime Wahl" beantragte Hajo Siemes (WIN). Damit war zu ahnen, dass es nicht nur Befürworter für die Wiederwahl des nach dem Bürgermeister ranghöchsten Wahlbeamten der Stadt gab; gerade in den neben anderen von ihm verantworteten Bereichen Soziales und Schulen gab es immer wieder durchaus Kritik an seiner Amtsführung.

Entsprechend fiel das Wahlergebnis aus: Von 45 anwesenden Stimmberechtigten einschließlich Bürgermeister stimmten 23 mit Ja und damit die Mehrheit für Schönfelder. Dazu gab es zehn Nein-Stimmen. Die zwölf Enthaltungen werden nicht mitgezählt; diese Regularien regelt die Gemeindeordnung NRW.

Nach den Gratulationen für Schönfelder bat die SPD-Fraktionsvorsitzenden Renate Dyck die Verwaltungsspitze - Wagner, Fritzsche, Schönfelder - um mehr Miteinander: "Ich wünsche Ihnen eine bessere Zusammenarbeit in den nächsten acht Jahren!" Ohne näher auf das Flurgeflüster im Rathaus über Disharmonien beim Dreigestirn einzugehen, meinte Dyck: "Mehr möchte ich dazu nicht sagen."

(jobu)
 
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