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Nettetal
Kita-Betreuung wird ausgebaut

Nettetal. In der Kita Leuth startet der Umbau. Im gesamten Stadtgebiet fehlen Plätze für Kinder ab drei Jahre Von Manfred Meis und Daniela Buschkamp

Die Kindertagesstätte an der Johannes-Finken-Straße in Leuth wird zur Baustelle: Seit zwei Wochen steht ein Kran von der Einrichtung, die der katholische Kirchengemeindeverband (KGV) betreibt. Mit zweimonatiger Verspätung beginnen jetzt der Um- und Anbau. "Wir gehen zurzeit von Kosten in Höhe von 530.000 Euro aus", sagt Kita-Leiterin Christiane von der Bank. Mindestens bis Herbst wird gebaut. Für eine Ü3-Gruppe ist ein Gruppenraum plus Nebenraum und Küche vorgesehen; er wird zur Johannes-Finken-Straße hin errichtet. Deshalb musste zunächst der Eingang nach Westen hin zur Verbindung des Hauptbaues mit der Turnhalle verlegt werden, denn der Betrieb soll trotz der Bauarbeiten weitergehen. Auch teils neue WCs sind und ein neues Leiterbüro sind geplant.

Die Kita Leuth ist dabei nur ein Beispiel für eine Einrichtung, in der die Bagger anrollen. Zwar hat die Stadt Nettetal die Zahl der Plätze für Kinder unter drei Jahre in den Einrichtungen erhöht.

Auch durch diesen Ausbau kam es zu einem Mangel an Betreuungsplätzen für den Nachwuchs, der älter ist als drei Jahre. Dafür fehlen 113 Betreuungsplätze.

"Wir haben im Jugendhilfeausschuss die Weichen für die weitere Kita-Planung und für weitere Ausbauten gestellt", erklärt Nettetals Bürgermeister Christian Wagner (CDU). Man sei dabei auf einem guten Weg. Zunächst ist eine neue Einrichtung für drei Gruppen in Breyell geplant. Sie soll acht U3- und 55 Ü3-Plätze bieten. Im Jahr 2018 soll die neue Kita genutzt werden können. Langfristig soll außerdem eine weitere Kindertagesstätte in Kaldenkirchen errichtet werden.

Dass der Bedarf in allen Nettetaler Stadtteilen groß ist, kann Christiane von der Bank nur bestätigen. "Es gibt zahlreiche Anfragen aus dem gesamten Stadtgebiet - darunter sind nur zwei Kinder aus Leuth. Die übrigen kommen aus Breyell oder Kaldenkirchen."

In der katholischen Kita im Schatten von St. Lambertus herrscht noch eine besondere Situation. Durch eine Ausnahmegenehmigung konnte bisher die Zahl der Gruppen von zwei um eine halbe Gruppe erhöht werden. Doch diese Genehmigung läuft jetzt aus. Deshalb müssen auch die notwendigen Räume für eine komplette dritte Gruppe in der Einrichtung geschaffen werden.

Nach der Erweiterung stehen in der Leuther Kita insgesamt 63 Plätze zur Verfügung. Bisher gab es dort lediglich 53 Betreuungsmöglichkeiten. Zwölf Plätze sind dabei künftig für Mädchen und Jungen vorgesehen, die jünger als drei Jahre sind.

Quelle: RP
 
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