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Nettetal
Kita-Standorte in der Diskussion

Nettetal: Kita-Standorte in der Diskussion
Eine Fläche im Neubaugebiet Hohlweg gehört zu den möglichen Kita-Standorten. Diesen favorisiert die Verwaltung jedoch nicht, weil er außerhalb des Ortszentrums liegt. FOTO: Stadt Nettetal
Nettetal. Heute Abend beschäftigen sich die Mitglieder im Ausschuss für Stadtplanung mit der neuen Kindertagesstätte in Breyell. Es wird spannend, denn die Standortfrage ist zu klären Von Daniela Buschkamp

Bis zum Sommer 2018 soll eine neue Kindertagesstätte in Breyell fertig sein. "Nach bisherigem Planungsstand besteht ein deutlicher Bedarf an Kindergartenplätzen", erklärt der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder. Besonders groß ist der Mangel in den Stadtteilen Breyell und Kaldenkirchen. Schönfelder zufolge sei es dringend erforderlich, dass die neue Einrichtung in Breyell bis zum 1. August 2018 fertig gestellt ist und ihren Betrieb aufnehmen kann. Die Stadtverwaltung plant bisher, in Breyell eine Einrichtung für drei Gruppen zu eröffnen. Sie soll Platz bieten für acht Kinder unter drei Jahre und für 55 Kinder über drei Jahre. Das Problem für die Verwaltung: Von der Vorplanung bis zur Realisierung hat sie lediglich ein Jahr Zeit - ein straffer Zeitplan.

Im gesamten Nettetaler Stadtgebiet fehlen 111 Kita-Plätze. In Breyell gibt es eine Lücke von 51 Plätzen, in Kaldenkirchen eine von 39 Plätzen. Anders sieht es in Leuth und Schaag aus: Dort reichen die Betreuungsplätze in den Einrichtungen, um den Bedarf zu decken.

Heute Abend werden die Mitglieder im Planungsausschuss eine wichtige Entscheidung zu treffen haben: Es geht um den Standort für die neue Kindertagesstätte. Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Wochen unterschiedliche Optionen geprüft. Wegen der kurzen Umsetzungsphase waren insbesondere die Verfügbarkeit der Fläche und das dort bereits geltende Planungsrecht wichtige Kriterien. "Nur unter diesen Voraussetzungen lässt sich der Zeitplan halten", erläuterte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche bei der Versammlung des CDU-Ortsausschusses Breyell. Insbesondere Verkaufsverhandlungen und das danach noch zu schaffende Planungsrecht könnten das Verfahren verlängern. Laut Fritzsche sei es für die Stadt vorteilhaft, wenn sie für den Bau der neuen Kita ein Areal nutzen könne, das sie bereits besitzt und für das schon Planungsrecht besteht. Ein weiterer Vorteil für die Stadt: Bei eigenem Besitz würden außerdem die Grunderwerbskosten entfallen.

Zu den Flächen, die die Verwaltung für den Kita-Standort geprüft hat, gehört unter anderem eine im Neubaugebiet Hohlweg. Auch wenn es dort ausreichend Platz gebe, favorisiere die Verwaltung diesen Standort nicht. Er liege außerhalb des Ortszentrums.

Nach den bisherigen Gesprächen zwischen Stadtplanern und Mitarbeitern aus dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie zeichnet sich für die Verwaltung ein bevorzugter Standort ab: Er liegt im Bereich südöstlich der Straße am Felderend, hinter dem dortigen Parkplatz. Die Verwaltung sieht dort etwa den Vorteil der Erreichbarkeit: "Der Standort liegt zentral, Eltern können ihn auch zu Fuß oder mit dem Rad erreichen", sagt die Technische Beigeordnete. Zudem gebe es eine hervorragende Anbindung an die stadtteilverbindenden Freiräume der Mühlenbachaue.

Fritzsche zufolge könnten die Gegebenheiten des Geländes in die Planung für das Kita-Gebäude miteinfließen: So könnte der nach Südwesten gelegene Ostbongert bei der Gestaltung der künftigen Außenflächen mit berücksichtigt werden; er könnte ebenso für die Mädchen und Jungen unterschiedliche Spielmöglichkeiten bieten.

Heute ab 18.30 Uhr werden die Ausschussmitglieder im Rathaus, Doerkesplatz 11 in Lobberich, darüber diskutieren. Holger Michels, CDU-Ortsausschussvorsitzender in Breyell, geht von einem "hohen Diskussionsbedarf" aus.

Quelle: RP
 
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