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Nettetal
Kurzer Sturm mit erheblichen Schäden

Nettetal. Punkt 18.30 Uhr am Mittwoch verfinsterte sich der Himmel. Es regnete, hagelte, schneite, der Wirbelwind jagte nur knapp eine Minute über den Ort, richtete aber einigen Schaden an.

An einigen Gebäuden zwischen Kehrstraße/ Ecke Jahnstraße bis etwa zur katholischen Grundschule gab es Beschädigungen. Das Dach der Deutschen Bank musste ebenso repariert werden wie Dächer von Häusern auf dem Kirchplatz oder an der Jahnstraße. Es waren regelrechte Löcher in Dächer gerissen, ein Dachfirst zerstört, Bäume entwurzelt.

"Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell laufen kann", wunderte sich Fritz Schouren, der die wenigen Meter vom Geschäft an der Kehrstraße bis zum Wohnhaus an der Jahnstraße zurückzulegen hatte. Als er das Wohnhaus betrat, knallte es gewaltig. Der Mammutbaum, der zur Hälfte in seinem Garten und mit der anderen Hälfte auf öffentlichem Gelände steht, ist stark beschädigt. Es handelt sich um einen unter Naturschutz stehenden Berg- oder Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), dessen Heimat die Sierra Nevada in Kalifornien ist. Solche Bäume werden bis zu 95 Meter hoch bei einen Stammumfang bis zu zwölf Metern. Zerstört wurden auch alte Rhododrenden und Azaleen.

Die Untere Landschaftsbehörde hat sich die Verwüstungen angesehen. Der Mammutbaum wird überleben. Michel Geller (Sequoiafarm) hat ihn vor drei Jahren vermessen. Er hat drei Meter Durchmesser und ist 28 Meter hoch. Der Baum muss an den Bruchstellen versorgt werden. An den abgebrochenen dicken Ästen kann man viel ablesen, etwa die Jahresringe.

(hws)
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