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Nettetal
Lernprogramm für Lobberichs Grundschulen

Nettetal: Lernprogramm für Lobberichs Grundschulen
Die Lobbericher Grundschüler testen mit KGS-Leiterin Susanne Dückers das neue Lernprogramm Antoli. FOTO: jobu
Nettetal. PC-Programme ermöglichen zeitgemäßes Lernen. Die Stadt will bis 2020 alle Schulen aufrüsten Von Joachim Burghardt

Tafel und Kreide waren gestern, heute sind Monitor und Tastatur angesagt: "Wir wollen, dass unsere Kinder gute und moderne Möglichkeiten haben, um zu lernen", sagte Bürgermeister Christian Wagner gestern in der Katholischen Grundschule (KGS) Lobberich. Die Einrichtung erhielt ebenso wie die Gemeinschaftsgrundschule Lobberich eine neue IT-Ausstattung.

"Wer hat die Computer wohl bezahlt?", fragte Wagner die Erstklässler, die in ihrer Klasse um einen Tisch mit lauter Laptops saßen. Eine Schülerin gab die Frage zurück: "Du?" Der Bürgermeister schmunzelte, klärte dann auf: Das Geld dafür komme von der Stadt, und damit eben von den Steuerzahlern. Vor zwei Jahren habe der Ausschuss für Schule, Sport und Stiftungen die Verwaltung beauftragt, an den städtischen Schulen "eine leistungs- und anforderungsgerechte IT-Infrastruktur" einzurichten. Nach dem Schulzentrum Kaldenkirchen und dem Werner-Jaeger-Gymnasium seien nun die ersten Grundschulen an der Reihe.

Während sich die Kinder weiter mit ihren Lernprogrammen an den Computern befassten, besprachen Wagner, Schuldezernent Armin Schönfelder und Mitarbeiter der Verwaltung mit den Schulleiterinnen Anne Cobbers (GGS) und Susanne Dückers (KGS) sowie Hausmeister Reiner von der Bank Details der neuen Ausstattung. "Voraussetzung war, dass die Schulen jeweils ein Medienkonzept vorlegen", sagte Wagner; diese Konzepte seien dann mit dem Fachbereich Schule abgestimmt worden.

So sind in der GGS unter anderem in jedem Klassenraum zwei Laptops aufgestellt, dazu wurden ein Medienraum eingerichtet und Dokumentenkamera mit Beamer angeschafft. In der KGS kommen in jedem Klassenraum interaktive Tafeln zum Einsatz, zur Anschaffung trug auch der Förderverein der Schule bei. Computerecken in den Klassen, PC für Förder- und Forscherraum sowie für die Verwaltung gehören zur Ausstattung.

Die Gesamtkosten inklusive Netzwerke und Software für beide Schulen bezifferte Wagner mit rund 60.000 Euro. Bis 2020 sollen alle Nettetaler Schulen eine entsprechende IT-Ausstattung erhalten. Danach müssten die ersten Anschaffungen erneuert werden: "Es geht um Nachhaltigkeit, die Technik ändert sich rasant", sagte Wagner. Möglicherweise werde die Stadt Gelder aus dem neuen NRW-Förderprogramm "Gute Schule 2020" für weitere Investitionen in Ausspruch nehmen; drei Millionen Euro daraus könnten nach Nettetal fließen.

Während die Erwachsenen redeten, befassten sich die Schüler in Teamarbeit mit dem Lernprogramm Antoli auf ihren Laptops, die Monitore zeigten Gemüsesorten. Und mitten in Wagners Ausführungen platzte eine Computerstimme: "Das ist Salat."

Quelle: RP
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