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Nettetal
Leuth im Verbund erhalten

Nettetal. Die katholische Grundschule an der Jahnstraße in Kaldenkirchen und die Schule am Hampoel in Leuth sollen zusammengehen. Beide Standorte blieben erhalten. Die neue Schule hätte eine Leitung und ein Kollegium Von Ludger Peters

Neun Grundschulen gibt es in der Stadt, in jedem Stadtteil ist zumindest eine. Um eine Grundschule muss man sich allerdings erhebliche Sorgen machen. Die katholische Grundschule (KGS) am Hampoel in Leuth hat erhebliche Mühe, auch nur annähernd die Schülerzahlen zu erreichen, die das Land zwingend für den Betrieb vorschreibt. Der Schulausschuss hat jetzt beschlossen, einen Grundschulverbund mit der katholischen Grundschule an der Jahnstraße vorzubereiten.

Beschleunigt hat den Prozess die Ankündigung von Rektor Alfons Tobrock, er habe sich auf eine andere Stelle beworben. Er wird voraussichtlich im Sommer die KGS Leuth verlassen und eine andere Schule leiten. Es ist kaum zu erwarten, dass die Stelle in Leuth noch einmal besetzt werden kann. Angesichts des allgemeinen Schülerschwundes hat die Landesregierung den Schulträgern, also in diesem Fall der Stadt Nettetal, die Möglichkeit gelassen, unterschiedliche organisatorische Entscheidungen zu treffen.

Keine Dependance-Lösung

Kleine Grundschulen wie die in Leuth, die die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße nicht erreichen, müssen nicht gleich geschlossen werden. Die Stadt Nettetal hat sich stets uneingeschränkt dafür ausgesprochen, den Schulstandort Leuth zu erhalten. Neben Kindergarten und Kirche ist sie mittlerweile das letzte Bindeglied für das Dorf. Eine Grundschule kann ihre Eigenständigkeit aufgeben und als Dependance, also als Nebenstelle einer anderen Grundschule geführt werden. Das kann allerdings bedeuten, dass Grundschüler auch aus der gesicherten größeren Schule die kleine Schule besuchen müssen.

Das will niemand in Nettetal. Daher entschied sich die Verwaltung, der Politik die Bildung eines Grundschulverbundes vorzuschlagen. Das bedeutete, dass die Kinder nicht hin- und hergeschoben werden und die ursprünglichen Schulstrukturen bestehen bleiben. Im Verbund gibt es allerdings dann nur noch ein Kollegium und eine Schulleitung sowie auch nur noch eine Schulkonferenz und eine Schulpflegschaft. Letztere kann jedoch nach Standort aufgeteilt und mit entsprechenden Aufgaben betraut werden.

Mit dem zuständigen Schulrat ist sich die Stadt inzwischen darin einig, dass die Erhaltung des Schulstandortes Leuth Vorrang genießt, auch wenn die gesetzlich vorgeschriebene Größe nicht erreicht wird. Die Schulkonferenzen an der Jahnstraße in Kaldenkirchen und am Hampoel in Leuth werden jetzt in das Verfahren einbezogen.

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Quelle: RP
 
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