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Nettetal
Leuth in 76 Minuten kennen und lieben lernen

Nettetal. Der Heimatverein und der VVV Leuth haben zwei Jahre lang an einem Dokumentarfilm über ihr Dorf gearbeitet Von Inge von den Bruck

Das kleine Dorf Leuth in Nettetal ist wohl einmalig, das bestätigen sowohl Google Earth als auch die Leuther Bürger, denn Leuth ist "Heimat". Auch wurde Leuth kürzlich erneut als Erholungsort ausgezeichnet. Das alles zeigen Willy Engels und seine Mitstreiter vom Heimat- und vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) in einem Dokumentarfilm über Leuth, der jetzt erhältlich ist.

Zuerst sollte der Film nur 45 Minuten dauern, letztendlich wurden daraus 76 Minuten. Denn schon bald merkten Willy Engels, Hans Willi Heinen, Christian Litjens, Anneliese Nowak, Wolfgang Peters, Manfred Meis und Johannes Wolters, dass Leuth mehr zu bieten hat. Leuth ist ein historischer Ort in herrlicher Natur mit vielen Sehenswürdigkeiten. Mit einer kleinen Cessna machten sich die Akteure vom Flugplatz Niershorst auf, um aus der Vogelperspektive mit der Filmkamera umfangreiches Bildmaterial zusammen zu stellen. Innerhalb von zwei Jahren, ist so eine Doppel-DVD entstanden, auf der die verschiedenen Vereine, sportliche Aktivitäten, Landwirtschaft sowie Gewerbe in einzelnen Abschnitten vorgestellt werden.

Der Film beeindruckt vor allem mit seinen Naturaufnahmen, so ist im Schlusskapitel bei Spaziergängen entlang der Nette zu allen Jahreszeiten die wunderbare Vielfalt der Vogelwelt und auch das Rohrdommel-Gebiet zu sehen. Dazu ist auf der zweiten DVD umfangreiches Bonusmaterial zu finden, das in einzelnen Kapiteln nochmals vertieft wird. Auch kommt ausführlich die Geschichte Leuths zur Sprache, die eine lange Vergangenheit aufweist.

Manfred Meis, Vorsitzender vom VVV, berichtet darüber und auch über die unter Denkmalschutz gestellten Häuser des Ortes. Ortsvorsteher Heinz-Robert Reiners bemerkt dazu, dass diese Dokumentation nicht nur für die Bewohner interessant ist, sondern auch für diejenigen, die sich für das Wohnen und Leben am Rande der Netteseen interessieren.

In einem weiteren Kapitel kommt auch der alte Grenzübergang Schwanenhaus zur Sprache, der schon heute Geschichte ist. Für Willy Engels ist dies nicht der erste Film, "wohl aber der längste", wie er sagt. Für die Aufnahmen hat er oftmals eine zweite Kamera in der Hand. "Ich hatte nicht gedacht, dass die Arbeiten so umfangreich werden. Manchmal habe ich zwei Stunden gefilmt, um 30 Sekunden Film zu erhalten", sagt er. Allein um "muhendes Vieh" auf die Speicherkarte zu bekommen, harrte Willi Engels mehr als eine Stunde aus.

Er und seine Mitstreiter trafen sich regelmäßig, um das Drehbuch zu schreiben und wichtige Dorfereignisse, wie etwa den Vogelschuss und das Schützenfest festzuhalten.

Der Film "Leuth - unser Dorf" ist für 9,90 Euro bei der Volksbank in Leuth, dem Buchladen Kaldenkirchen sowie der Buchhandlung Matussek in Lobberich erhältlich.

Quelle: RP
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