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Nettetal
Martinsmarkt mit einer Idee für Flüchtlinge

Nettetal. "Haus Maria Helferin" am Schwanenhaus lud wieder ein.

Mit leuchtenden Augen begleiteten die Bewohner des Hauses Maria Helferin den traditionellen Martinsmarkt im Stammhaus am Schwanenhaus in Leuth. Mindestens ebenso glücklich wirkten die zahlreichen Besucher. Die Frage nach einem Erlös stellt sich aber nicht. "Den gibt es nicht", betont Martina Wissdorf, die Leiterin der Einrichtung des Deutschen Ordens.

Clara ist fast vier und bereits zum dritten Mal hier. "Wenn die Kinder von klein auf das hier erleben und miteinander umgehen, ob behindert oder nicht, haben wir unser Ziel erreicht", sagt Wissdorf. Es reiche, die Kosten auszugleichen. Erfreulicherweise sind immer viele Ehrenamtler bereit zu helfen. 250 Weckmänner, die Kinder, Familienangehörige und Freunde mitbringen, werden verteilt. Aus dem Haus Josef in Düsseldorf sind 40 Besucher gekommen, ein Kleinbus aus dem Haus Sankt Norbert in Michendorf bei Potsdam ist ebenfalls eingetroffen.

Nach dem Gottesdienst mit dem aus Lobberich stammenden Pater Jörg Eikelpasch vom Deutschen Orden beginnt das abwechslungsreiche Programm. Der Chor des Hauses nennt sich "Haste Töne?" Das "Schwarzlichttheater" ist ebenfalls eine Hausproduktion, Karaokesänger "Germaine" singt und das Classanders-Orchester der Lebenshilfe spielt. Am Abend kommt St. Martin, als das Martinsfeuer brennt.

Auf dem Markt gibt es eine Riesenauswahl selbst gefertigter Produkte, von Likören über frische Püfferkes bis hin zu weihnachtlichen Dekos. Willi Tempels, seit 20 Jahren Vorsitzender des Vereins "Fördergemeinschaft Maria Helferin" freut sich mit Udo van Neer, einem ständigen Förderer über den guten Besuch. Er wartet mit einer Idee auf: "Ich habe dem Bürgermeister vorgeschlagen, auf dem Gelände Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen für Flüchtlinge. Die Küche könnte ja schon einmal mit für Hilfe sorgen."

(hws)
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