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Nettetal
Mauritzschwestern engagieren sich seit 160 Jahren in Hinsbeck

Nettetal. 1856 errichteten die Krankenhausschwestern eine kleine Krankenstation in Hinsbeck. Noch heute sind Ordensfrauen in der Pflege aktiv Von Heinz Koch

Seit 160 Jahren sind "Mauritzschwestern" (Genossenschaft der Krankenhauschwestern des Heiligen Franziskus von St. Mauritz-Münster) in Hinsbeck in der Krankenpflege tätig. Sie haben sich um Hinsbeck verdient gemacht, wo ihre Schwestern bis heute beliebt und geachtet sind.

Die Gründung der Genossenschaft erfolgte 1844 durch den Priester Christoph Bernsmeyer in Telgte bei Münster. Die Schwestern waren von Anfang an in der Pflege aktiv, zunächst in einem Waisenhaus, später als Krankenschwestern. 1853 zogen sie in ein Haus in St. Mauritz bei Münster, wo sie ein Hospital errichteten. Von Beginn an bildeten sie auch Filialen in auswärtigen Krankenhäusern. Im Gebiet des Kreises Viersen entstand 1856 in Hinsbeck die erste Filiale mit zwei Schwestern in einer kleinen Krankenstation. 1861 ließen Rudolph Graf von Schaesberg und Gräfin Mechthilde den Neershof (später Bäckerei Compans, Hauptstraße 22), einen aus dem 17. Jahrhundert stammenden Bauernhof in ein Krankenhaus umbauen. Im Erdgeschoss wurden Wohnräume für die sechs Mauritzschwestern sowie eine kleine Kapelle eingerichtet, im Obergeschoss befanden sich fünf Krankenzimmer. Da dieses Haus wenig geeignet war, ließ Gräfin Mechthilde 1883/84 ein neues Krankenhaus bauen, 1898 wurde von der Pfarre für die Mauritzschwestern eine Kapelle angebaut.

1902 übertrug der Graf das Marienhospital an die Pfarrgemeinde, seitdem wird das Haus von einem Kuratorium geleitet. Zum 100-jährigen Bestehen der Filiale der Schwestern in Hinsbeck 1956 errichtete die Pfarre ein neues Wohnhaus für die acht Schwestern und das Personal.

Auch nach den Umbauten zu einem Altenheim 1964/65 und 1981 blieben die Mauritzschwestern dort in christlicher Verantwortung in der Pflege aktiv, auch wenn es heute nur noch Schwester Oberin Agnes und Schwester Giselinde sind. Ihnen und allen Vorgängerinnen ist die Hinsbecker Bevölkerung zu großem Dank verpflichtet.

Quelle: RP
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