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Nettetal
Meisterschaft für Menschen mit Behinderung

Nettetal: Meisterschaft für Menschen mit Behinderung
"Komm schon, du schaffst es!" Insgesamt fünf Stationen mussten die Teilnehmer in der Werner-Jaeger-Halle absolvieren. FOTO: Busch
Nettetal. Zum 30. Mal richteten der TV Breyell und die BSG Nettetal die Nettetaler Stadtmeisterschaften für Menschen mit Behinderungen aus. Auch vier Nichtbehinderte nahmen teil — und kamen zu dem Schluss: gar nicht so leicht Von Inge von den Bruck

Es ist gar nicht so einfach, bäuchlings auf dem Rollbrett liegend durch den Parcours zu fahren. Klaus Schmitz, Vorsitzender der Behindertensportgemeinschaft Nettetal (BSG), spornt die Teilnehmer an: "Komm schon, Tempo, jetzt mit Power, du schaffst es". Und Nina schafft es. Die Nettetaler Stadtmeisterschaften für Menschen mit Behinderung hat nicht nur 42 Teilnehmer angezogen, auch seitens der Besucher-Beteiligung können sich die BSG Nettetal und der TV Breyell, die seit einigen Jahren abwechselnd die Stadtmeisterschaft ausrichten, nicht beklagen. Das liegt wohl mit an dem runden Geburtstag, bereits zum 30. Mal wurde die Stadtmeisterschaft ausgerichtet.

Hubby Koenen vom TV Breyell hatte zu Beginn der sportlichen Wettkämpfe auf jeden Fall alle Hände voll zu tun, um die Meldungen entgegen zu nehmen. Vier nicht behinderte Menschen, die unbewertet an der Meisterschaft teilnehmen, haben sich angemeldet und am Ende erfahren, dass die sportlichen Leistungen, die abverlangt werden, gar nicht mal ohne Weiteres zu erfüllen sind, "auch für einen Nichtbehinderten", sagt die Mutter, die gerade ihren Sohn angemeldet hat. "Es kommt bei den sportlichen Spielen nicht nur auf Schnelligkeit an, auch Geschicklichkeit ist gefragt", sagt Hubby Koenen, Abteilungsleiterin für Behindertensport beim TV Breyell.

In der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich sind fünf Stationen aufgebaut, bevor es an den Start geht, bekommt jeder Teilnehmer einen Laufzettel, auf dem die einzelnen Stationen vermerkt sind und anschließend die Punktzahl notiert wird. Eine Besonderheit bei den Stationen, ist der Rollstuhl- und Rollbrettparcours, der zwar als eine Station gilt, "wer jedoch beides machen möchte, bekommt die beste Zeit notiert", erläutert Koenen, die mit Ehemann, ihren beiden Söhnen und Schwiegertöchtern ihre ganze Familie eingespannt hat, um an den Stationen hilfreich zur Seite zu stehen.

Bei der zweiten Station - Kegeln mit 800 Gramm schweren Medizinbällen - spielt der Abstand eine große Rolle, der von zehn Meter für Erwachsene bis zu 4,50 Meter für Rollstuhlfahrer beträgt. Neu in diesem Jahr ist das "Medizinball-Stoßen". Immerhin bringt der Medizinball ein Kilogramm auf die Waage. "Pro angefangen Meter gibt es 30 Punkte, schafft man mehr als zehn Meter, werden 300 Punkte gut geschrieben", erklärt Getrud Hohnen vom TV Breyell. "Mit den Fußspitzen an den Kasten. Und jetzt den Ball weit nach vorne stoßen", sagt sie. Der Ball landet hinter der roten Linie. "Das ist gut", hat ihr geschultes Auge sofort erkannt. Die Weite wird zwar nicht, wie man es von den großen Meisterschaften her kennt, elektronisch ermittelt, aber dennoch mit Hilfe eines Maßbands sehr präzise.

Am Ende erhält Jeder eine Teilnehmerurkunde, auf die Besten der der unterschiedlichen Altersstufen, wartet die Stadtmeisterurkunde und der Pokal, den Harald Post als stellvertretender Bürgermeister überreicht.

Quelle: RP
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