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Nettetal
Millionen-Investition in Lobberich

Nettetal: Millionen-Investition in Lobberich
FOTO: Janissen
Nettetal. Gegenüber vom Nettetaler Krankenhaus entsteht mit dem neuen Quartier Sassenfelder Kirchweg in Gebäudekomplex mit 20 Wohnungen. Der Landschaftsverband eröffnet dort zudem Mitte 2019 eine Tagesklinik Von Daniela Buschkamp

Grundsteinlegung für einen neuen, markanten Komplex unweit des Lobbericher Zentrums. Direkt gegenüber vom Nettetaler Krankenhaus sind künftig Therapie-Angebote und Wohnungen zu finden. Die Viersener Baufirma Janissen & Janissen hat jetzt den Grundstein gelegt für einen Komplex mit 21 Wohnungen. Daran angegliedert ist die neue Tagesklinik des Landschaftsverbands Rheinland. "Wir investieren in ein niederschwelliges, wohnortnahes Angebot rund 3,4 Millionen", sagt Dorothee Engbers, kaufmännische Direktorin des Landschaftsverbands.

Der Landschaftsverband setzt künftig auf die wohnortnahe Versorgung. Dazu gibt es Umstrukturierungen an einzelnen Standorten. So werden am Süchtelner LVR-Standort insgesamt 80 Klinikplätze abgebaut: 40 Plätze wurden an die LVR-Klinik in Mönchengladbach abgegeben. Die übrigen 40 Plätze werden in andere Städte des Kreises Viersen verlagert: 20 kommen nach Kempen, 20 in die geplante Tagesklinik in Nettetal-Lobberich. Außerdem hatte der LVR 34 Plätze der Kinder- und Jugendpsychiatrie Süchteln an das Lukas-Krankenhaus nach Neuss verlagert.

Durch die räumliche Verlagerung sollen die psychiatrischen Angebote besser erreichbar sein. "Das ist einerseits für die Patienten und ihre Familien wichtig, weil die Anfahrt kürzer wird. Wir orientieren uns an dem Sozialraum, in dem die Menschen leben. Dies hat auch qualitative Vorteile für die psychiatrische Arbeit", erklärt Ralph Marggraf, Ärztlicher Direktor der LVR-Klinik. Dadurch könne das Umfeld der Betroffenen besser in die Behandlung einbezogen werden.

In der neuen Tagesklinik sind 20 Plätze vorgesehen - für Menschen, für die eine ambulante Therapie nicht ausreicht, die aber noch keine stationäre Behandlung brauchen. Zu den möglichen Patienten gehören diejenigen, die unter depressiven Erkrankungen, Burn-Out-Syndrom, Psychosen, Erschöpfungszuständen, Angsterkrankungen oder psychosomatischen Störungen leiden. Die bereits bestehende Kooperation mit dem gegenüberliegenden Nettetaler Krankenhaus soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Die Tagesklinik wird werktags von montags bis freitags geöffnet sein. Neben Pflegepersonal sind dort Psychiater, Psychologen, Sozialarbeiter sowie Ergo- und Bewegungstherapeuten tätig.

Nettetals Bürgermeister Christian Wagner (CDU) zeigte sich bei der Grundsteinlegung zufrieden mit dieser "weiteren positiven Entwicklung für Lobberich". Generell bestehe dort aber durchaus noch weiteres Entwicklungspotenzial, etwa der Fläche des DRK-Kindergartens.

Die Firma Janissen & Janissen hat die 21 seniorengerechten Eigentumswohnungen realisiert. Das Lobbericher Zentrun mit Geschäften, Cafés und Restaurants, aber auch die Werner-Jaeger-Halle und Ärzte sind von dort aus zu Fuß zu erreichen. Zur Zielgruppe gehören Menschen, die sich in der zweiten Lebenshälfte verkleinern möchten, weil sie etwa ihr Eigenheim verkauft haben. Die Wohnungen sind zwischen 55 und 100 Quadratmeter groß, verfügen über Terrasse oder Balkon sowie über extrabreite Türen und Barrierefreiheit im Bad. Das Wohngebäude ist zudem mit einem Aufzug ausgestattet. Alle Wohnungen hat ein Investor erworben, der sie jetzt weiter vermieten will.

Laut Hans Wilhelm Janissen gibt es für die Wohnungen bereits "eine sehr große Liste von Interessenten". Der Endausbau des Wohngebäudes ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Quelle: RP
 
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