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Nettetal
Nach der Operation selbst Blut gespendet

Nettetal. Der DRK-Ortsverein Nettetal dankte wieder einmal Bürgern, die bis zu 125 Mal zur Blutspende kamen.

Das Deutsche Rote Kreuz wirbt intensiv um Blutspender und ehrenamtliche Helfer bei den Terminen. Eigens in Nettetal, wo nach Angaben des Blutspendedienstes ungewöhnlich viele Menschen bereit sind zu helfen, gab es dazu unlängst eine Pressekonferenz. Da passte es, dass das DRK wenig später langjährige und häufige Blutspender besonders ehrte.

Insgesamt 26 Gäste waren in das DRK-Heim Hinsbeck eingeladen, wo der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Nettetal, Bürgermeister Christian Wagner, Bürgern dankte, die 25 bis 125 Mal bereits ihr Blut spendeten. In seiner Begrüßung unterstrich er die wichtige ehrenamtliche Tätigkeit nicht nur bei Blutspenden, sondern gerade auch aktuell bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Margret Bommes und Rainer Klingen vom DRK unterstützten Wagner bei den anschließenden Ehrungen. Jeder Spender erhielt eine Medaille oder Anhänger mit Urkunde, die in den höchsten Kategorien mit Brillanten besetzt sind. Zusätzlich gab es für jeden ein Präsent, von einer Flasche bis zum großen Präsentkorb.

Doch warum wird man Blutspender, und was ist deren Motivation? So unterschiedlich wie die Männer und Frauen sind, sind auch ihre Motive. Stephan Buscher, der für 100-maliges Spenden geehrt wurde, hatte 1981 bei der Bundeswehr begonnen. Man bekam einen Tag frei und es gab eine kleine Geldspritze. Für ihn war heute bedeutsam, dass sein Spenderblut regelmäßig untersucht wird.

Der ebenfalls 100-malige Spender Rudolf Kluskens war 1969 bei der Feuerwehr, die fast geschlossen spendete. Heute sei ihm die regelmäßige Blutuntersuchung auch wichtig. Brigitte Lückertz hat ebenfalls hundert Mal Blut gespendet. Bei einer eigenen schweren Operation wurde viel Spenderblut benötigt. Sie entschloss sich daraufhin, selbst Blut zu spenden. Ihrem Ehemann Werner Lückertz, der für 125-malige Blutspende gwürdigt wurde, ist bedeutsam, dass Blut nicht künstlich hergestellt werden kann. Er habe mit vielen Kindern zu Hause gelernt, dass man sich gegenseitig helfen kann. Seit Ende der 1960er-Jahre spendet er regelmäßig Blut, eine problemlose Hilfe: "Wo man so problemlos helfen kann, sollte man dabei sein", sagt Werner Lückertz.

(heko)
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