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Nettetal
Nettetal schreibt Literaturpreis aus

Nettetal: Nettetal schreibt Literaturpreis aus
Ulrich Schmitter, Leiter der Stadtbücherei Nettetal, freut sich auf viele Zusendungen für den Nettetaler Literaturwettbewerb. Noch bis zum 31. Oktober können Autoren aus ganz Nordrhein-Westfalen teilnehmen. FOTO: Busch
Nettetal. Zum zwölften Mal schreibt die Stadt Nettetal einen Literaturwettbewerb in der Sparte Prosa aus. Teilnehmen dürfen Autoren aus Nordrhein-Westfalen, die schon ein Buch oder einen Beitrag in einer Anthologie veröffentlicht haben Von Birgitta Ronge

Darauf haben Autoren schon gewartet: Die Stadt Nettetal ruft erneut Literaturschaffende aus Nordrhein-Westfalen zum Wettbewerb auf. Zwischendurch habe es immer wieder Anfragen gegeben, berichtet Ulrich Schmitter, Leiter der Stadtbücherei Nettetal. Er freut sich auf viele Manuskripte, die Autoren noch bis zum 31. Oktober an die Bücherei in Breyell schicken können. Dann kommt eine Jury zusammen, die nach der Sichtung der Beiträge die Gewinner des Literaturpreises kürt. Das Publikum ist bei der Abschlussveranstaltung aufgerufen, seinen Favoriten zu wählen.

2013 fand der Literaturwettbewerb zum elften Mal statt, damals fand der Wettbewerb in einem Spiegelzelt auf dem Lambertimarkt seinen Abschluss. Ein Spiegelzelt wird es in diesem Jahr nicht geben, sagt Schmitter, "das war schon sehr aufwendig". Auch müsse man bedenken, dass man dann sehr abhängig vom Wetter sei - ist es kalt, muss das Zelt beispielsweise beheizt werden.

Marco Jonas Jahn aus Mönchengladbach gehört der Jury an. FOTO: Moelleken

Mehr als 150 Beiträge gingen für den 11. Literaturpreis in der Bücherei ein, vielleicht werden es ja in diesem Jahr mehr: Die ersten drei Manuskripte sind jedenfalls schon da. Teilnehmen können Autoren aus ganz Nordrhein-Westfalen, doch auch aus der näheren Umgebung sind Beiträge erwünscht: "Uns wäre es lieb, wenn sich auch Autoren aus dem Kreis Viersen bewerben", so Büchereileiter Schmitter.

Wer teilnehmen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und seinen Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Teilnehmen dürfen nur Autoren, die bereits eine Buchveröffentlichung oder einen Beitrag in einer Anthologie nachweisen können. Veröffentlichungen im Eigenverlag werden nicht als Nachweis anerkannt, ebenso wenig wie Beiträge in Zeitungen oder Zeitschriften. Die Autoren dürfen nur bislang unveröffentlichte Manuskripte einreichen. Mundart-Texte sind nicht zugelassen. Eingereicht werden dürfen nur Prosa-Texte, keine Lyrik.

Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW sitzt in der Jury. FOTO: Busskamp

Für die Jury wählte die Stadt drei Personen aus, die in der Literaturszene fest verhaftet sind. Juroren sind der Autor und Bühnenpoet Marco Jonas Jahn aus Mönchengladbach, Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW in Düsseldorf sowie der Autor und Literaturvermittler Dorian Steinhoff aus Düsseldorf, der 2013 am Nettetaler Literaturwettbewerb teilnahm. Die Juroren wählen aus den eingereichten Beiträgen den Preisträger aus sowie drei Kandidaten für die Bewerbung um den Publikumspreis. Die vier Kandidaten lesen dann bei der Abschlussveranstaltung, die am Sonntag, 12. März 2017, 17 Uhr, in der Stadtbücherei stattfindet, vor Publikum ihre eingereichten Texte. Die Jury gibt dann den Preisträger bekannt, das Publikum kann an seinen Favoriten den Publikumspreis vergeben. Dotiert ist der Nettetaler Literaturpreis mit 1500 Euro, das Geld kann auch aufgeteilt werden. Der Publikumspreis ist mit 500 Euro dotiert. Wählen Jury und Publikum den selben Autor zum Favoriten, erhält der Gewinner 2000 Euro.

Der Literaturwettbewerb, der durch Mittel der Nettetaler Stiftung der Sparkasse Krefeld gefördert wird, habe sich in der Literaturszene längst etabliert, erklärt Schmitter. So kommt es auch, dass nun die ersten Manuskripte schon in der Bücherei angekommen sind. In verschiedenen Literaturportalen im Internet wird auf den Wettbewerb seit Anfang des Monats verwiesen.

Jurymitglied Dorian Steinhoff ist Autor in Düsseldorf. FOTO: Piecuch

Zu den Preisträgern gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem Krimiautor Thomas Hoeps, Willi Achten aus Elmpt, Herbert Genzmer aus Krefeld und Sebastian Polmans aus Niederkrüchten.

2013 erhielt Iris Schmidt aus Düsseldorf den elften Literaturpreis, der Publikumspreis ging an Julia von Lucadou aus Köln. Unter den vier Kandidaten, die die Jury damals auswählte, war auch der Düsseldorfer Dorian Steinhoff, der nun der Jury angehört, sowie Wolfgang Brosche aus Bielefeld.

Quelle: RP
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