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Nettetal
Nettetaler sammelt für ein Buch Twitter-Sprüche zur Fußball-EM

Nettetal. Der 27-jährige Markus Krause mag Fußball und Twitter. Während der Fußball-EM trug er originelle Sprüche für ein Buch zusammen, das jetzt erschienen ist Von David Beineke

Second Screen heißt eines der zahlreichen Phänomene, die das digitale Zeitalter hervorgebracht hat. Es gibt immer mehr Menschen, denen es offenbar nicht reicht, vor dem Fernseher zu sitzen und passiv zu konsumieren. Sie haben parallel Handy oder Tablet in den Händen, um sich mit Gleichgesinnten über das Geschehen auf dem TV-Bildschirm auszutauschen.

Einer, der das insbesondere bei Fußballspielen gern über den Nachrichtendienst Twitter tut, ist der gebürtige Nettetaler Markus Krause. An sich nichts Besonderes, doch genau diese Form der Freizeitbeschäftigung war es, die den 27-Jährigen zur Mitarbeit an einem Buch brachte, das kürzlich erschienen ist. Unter dem Titel "#EM 2016 - Der humorvolle EM-Rückblick" haben Autor Björn Rohwer und sein Team auf witzige Weise das Fußballspektakel in Frankreich aufgearbeitet, neben Begleittexten und Zeichnungen hauptsächlich mit humorvollen und/oder bissigen Twitter-Kommentaren, die während der Spiele in Vor- und Finalrunde abgesetzt worden sind. Und was die Sache noch löblicher Macht: Das sechsköpfige Team hinter dem Buch hat das für einen guten Zweck getan. Der gesamte Erlös geht an die Stiftung des ehemaligen Profis Christoph Metzelder, die benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt.

Den ersten Kontakt zu Autor Björn Rohwer nahm Krause - wie sollte es anders sein - über Twitter auf. Er hatte Rohwers ersten Versuch, Fußball und seine digitalen Begleiterscheinungen in Form des Buches "#WM2014 - Die Fußball-WM auf Twitter" zu vereinen, gelesen und für überaus gelungen befunden. "Als Rohwer dann eine Woche vor dem EM-Start nach Mitstreitern suchte, um sein zweites Fußball-Projekt umzusetzen, habe ich mich beim ihm gemeldet", erinnert sich Krause. Bei einem Treffen in Hamburg, wo der gebürtige Nettetaler 2012 der Liebe wegen hingezogen war, wurde die Zusammenarbeit schnell festgezurrt. Neuland für Krause, auch wenn er sich schon länger sportjournalistisch betätigt, in dem er für das Internet-Fußballportal "90min. com" schreibt. Im beruflichen Alltag ist er in der Immobilienbranche unterwegs.

Die Arbeit am Buch sah dann so aus, dass die Spiele unter den sechs Mitstreitern aufgeteilt wurden, teilweise aber auch zu mehreren geschaut wurden. Während der Spiele wurden dann die Tweets verfolgt, um besonders witzige oder originelle für das Buch herauszufiltern. Beispiel aus dem Halbfinale Frankreich gegen Deutschland nach Schweinsteigers unglücklichem Handspiel: "Würden die Spieler doch einfach die Hände da lassen, wo Jogi sie am liebsten hat." Oder zu Götzes später Einwechslung: "Löw: ,Zeig uns allen, dass du besser bist, als wir alle denken'."

Dass Markus Krause bei um die 1000 Tweets pro Spiel nicht allzu viel vom eigentlichen Spielgeschehen mitbekam, ist nachzuvollziehen. Mehr Zeit für den Fußball hatte er dann später, als er sich auf die Arbeit als Lektor konzentrierte. Insgesamt hat er die Mitarbeit an dem Buch genossen: "Das war eine tolle Abwechslung und hat richtig Spaß gemacht."

Quelle: RP
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