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Nettetal
Netteverband kooperiert mit dem AMG

Nettetal. Schüler des Dülkener Gymnasiums besuchten jetzt die natürliche Umgebung der Lobbericher Nette. Von Inge von den Bruck

Anfang des Jahres schloss das Dülkener Albertus-Magnus-Gymnasium mit dem Netteverband einen Kooperationsvertrag. Er unterstützt die Schule in realer Umgebung in ihrer pädagogischen Arbeit und verdeutlicht den Schülern die Nähe zur Natur und die Bedeutung intakter Ökosysteme. Der Netteverband erhält in der Zusammenarbeit Einblick in die Möglichkeiten und Leistungen der Schule.

"Vielleicht arbeiten hier schon unsere nächsten Ingenieure und Techniker", sagte Volker Dietl, Geschäftsführer des Netteverbandes bei einem gemeinsamen Außentermin an der Nette. Abwegig wäre das nicht. Diplom-Geograph Marc Heußen absolvierte vor 20 Jahren das Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium und arbeitet nach abgeschlossenem Studium nun beim Netteverband. Schüler der Jahrgangsstufe fünf erkundeten unlängst an der Nette um die Fischtreppe am Ferkesbruch.

Die Schüler teilten sich in Kleingruppen auf und machten sich unter pädagogischer Anleitung von Biologin Monika Nelißen in Gummistiefeln und mit Becherlupen sowie kleinen Gefäßen und Netzen auf den Weg. Begleitet wurden sie von ihren jeweiligen Biologie-Lehrerinnen, Schilleiter Herbert Strickling und Veronika Kreuzer von Invest Region Viersen. Für die Gymnasiasten ist die Exkursion ein festgelegter Baustein in der Kooperationsvereinbarung. Er ist verbindlich in den Lehrplan der Biologie für die Sekundarstufe I aufgenommen worden.

Am Ziel machten sich die Schüler eifrig ans Werk, sie standen schnell bis zu den Knöcheln im Wasser. Ganz mutige Mädchen und Jungen trauten sich sogar, die Steinschwellen der Becken von einer Seite zur anderen zu überwinden, das allein war aufregend genug.

Zwei Schüler machten aber einen noch spannenderen Fang. Mit zwei großen Krebsen im Netz liefen sie aufgeregt zu Biologin Monika Nelißen. "Die sehen aber gefährlich aus", meinten sie. Die Biologin erzählte ihnen, dass die Krebse nicht heimisch in der Nette sind, sondern "Einwanderer" aus Nordamerika sind. "Für die heimischen Krebse stellen sie eine immense Bedrohung dar. Nicht nur weil sie die heimischen Krebsarten verdrängen, sondern - und das ist das Schlimmste - sie übertragen zusätzlich die tödliche Krebspest, gegen die sie selber immun sind", sagte sie. Neben Schnecken, vielen Stichlingen und Flussmuscheln waren die beiden Krebse der größte Fang der AMG-Schüler in der Nette.

Quelle: RP
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