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Nettetal
Netzwerk für Behinderte

Nettetal. Nach der Installierung der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Dagmar Tohang haben sich Vereine und Verbände getroffen, die ein Netzwerk für behinderte Menschen schaffen wollen. Erste Themen gibt es schon. Von Philipp Peters

Es gibt nun das Netzwerk für behinderte Menschen in der Stadt. Darin sollen sich Behinderte selber, aber auch die Verbände und Vereine mit Verbesserungsvorschlägen einbringen können. Sozialdezernent Armin Schönfelder unterstrich, es handele sich nicht um "noch ein Netzwerk von vielen", sondern um ein "längst überfälliges." Damit hat er wohl recht, denn der kleine Sitzungsraum des Rathauses war überfüllt.

Zahlreiche Interessenvertreter stellten sich der Runde vor und berichteten, sie wollten sich um weitere Teilnehmer bemühen. Walter Brandt erinnerte daran, dass eine Dachorganisation, 1998 von Peter Ottmann initiiert, letztlich im Sande verlaufen war. Dies soll die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt, Dagmar Tohang, verhindern. Sie hat schon an Treffen mit Kollegen beim NRW-Behindertenbeauftragten teilgenommen. Das dort angesprochene Thema Wahlrecht für Behinderte, interessierte auch die Nettetaler Runde. "Grundsätzlich", betonte Schönfelder, "hat jeder Behinderte das Recht zu wählen, solange ihm das Wahlrecht nicht entzogen wird." Es müsse alles dafür getan werden, dass wahlberechtigte Behinderte an der Wahl teilnehmen können.

Barrierefreie Gebäude

Michael Theven, Leiter des Sozialbereichs der Stadt, wies auf die Kennzeichnung barrierefreier Gebäude hin. Dafür stelle die Landesregierung zurzeit einen Kriterienkatalog auf. Das Netzwerk will sich, sobald der Katalog verabschiedet ist, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit wenden. Denn als Ergebnis können Gebäudebesitzer eine Art Plakette für ihr barrierefreies Gebäude erhalten, die Vergabe soll über das Netzwerk organisiert werden. Das führte zu einer generellen Diskussion über Barrierefreiheit in Nettetal. Das Netzwerk will sich gerne in Neuplanungen einbringen.

Angesprochen wurde auch der Themenkomplex Arbeitsplätze und die Integration von behinderten Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. So will das Netzwerk sein nächstes Treffen in der Jugendherberge Hinsbeck organisieren, um einen Einblick in die Arbeit des Vereins Kindertraum zu erhalten, der mit einem Pilotprojekt die Integration von vor allem geistig Behinderten in den Berufsalltag organisiert.

Erfreut über das erste erfolgreiche Treffen des Netzwerks für behinderte Menschen zeigte sich Hajo Siemes (WIN), dessen Fraktion das Thema angeregt hatte. Er sei überzeugt, dass ein Netzwerk bessere Arbeit als der Sozialausschuss alleine leisten werde. Er wolle die Arbeit des Netzwerks "politisch begleiten". FRAGE DES TAGES

Quelle: RP
 
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