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Nettetal
Neue Hinweisschilder für jüdische Friedhöfe

Nettetal. Nach Gesprächen mit der Stadt will der Bürgerverein nun zusätzliche Schilder aufstellen

Der Bürgerverein Kaldenkirchen wird im Einvernehmen mit der Stadt zwei weitere Schilder als Hinweis auf die jüdischen Friedhöfe der Stadt aufstellen. Der Text wurde sorgfältig ausgewählt. Dennoch möchte der Bürgerverein ihn vorher mit der Bürgerschaft abstimmen. Änderungswünsche werden entgegengenommen: Heinz-Willi Schmitz, Heideanger 2, 41334 Nettetal, Telefon 02157 4288, E-Mail: hwtueter@gmx.de.

Der Text zum "Jüdischer Friedhof Akazienweg" lautet:

Nachdem man seit 1924 den kleinen Judenfriedhof an der heutigen Jahnstraße nicht mehr für Beerdigungen nutzte, wurde dieser Platz am Akazienweg für Beerdigungen ausgewählt. Erhalten sind 13 Grabsteine, überwiegend mit hebräischen Inschriften. Als letztes Mitglied der jüdischen Gemeinde Kaldenkirchen vor ihrer Vernichtung durch die Nationalsozialisten wurde 1937 Simon Sanders beigesetzt. Die parkartige Anlage mit den großen Robinien ist das einzige noch sichtbare Zeichen jüdischer Kultur in Kaldenkirchen.

Zum "Judenfriedhof Jahnstraße" soll auf dem Schild stehen.

An dieser Stelle begruben die Kaldenkirchener Juden auf einem kleinen, schmalen Grundstück ihre Toten. Schon 1824 wurde die Parzelle - Am Juden Kirchenhof - bezeichnet und dann 1840 ausdrücklich belegt. Im Jahre 1900 wird seine Größe mit 3,80 ar angegeben. Er war damals mit einer lebenden Hecke umgeben und mit einem Tor verschlossen, wie das obige Bild aus den 1920er Jahren zeigt. Jede Grabstelle hatte einen Grabstein mit Inschrift. 1924, also genau 100 Jahre nach der Ersterwähnung, wurde ein wesentlich größeres Grundstück am Akazienweg in der Nachbarschaft des katholischen Friedhofs zur Bestattung bestimmt.

(hws)
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