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Nettetal
Neue Pläne für das Herz von Leuth

Nettetal: Neue Pläne für das Herz von Leuth
Der Petershof soll attraktiver für Anwohner und werden. Wie, steht noch nicht fest. RP-Archivfoto: F.H. Busch FOTO: Touristen
Nettetal. Wie kann der Petershof in Leuth attraktiver werden? Zwei Vorschläge gibt es. Die Kosten liegen bei mindestens 280.000 Euro Von Daniela Buschkamp

Der südliche Teil des Petershofs in Leuth soll ein neues Gesicht erhalten. Wie es aussieht, steht allerdings noch nicht fest. Die Mitglieder im Planungsausschuss konnten sich in der jüngsten Sitzung nicht auf eine der beiden Varianten verständigen, die für die Umgestaltung der Fläche bereits vorliegen. Leuths Ortsvorsteher Heinz-Robert Reiners (CDU) machte deutlich, dass sich seine Fraktion noch nicht festlegen wollte. Gerade bei Variante 2 sehe er Probleme und auch Variante 1 wird nicht als hundertprozentig überzeugend angesehen. Dieser Vorschlag fand breite Zustimmung.

Variante 1: gerade Straße mit Pflanzelementen. FOTO: Freiraumplus

Der Kompromiss: Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung, beide Entwürfe weiter zu verfolgen. Das heißt: Für beide Vorschläge sollen jetzt die Kosten detaillierter ermittelt werden. Dies ist auch die Voraussetzung, um Fördermittel abrufen zu können. Einen solchen Fördertopf bietet etwa das Programm "Leader". Bisher rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 280.000 Euro. Dazu kommen noch Ausgaben für die Ingenieursleistungen; sie werden auf mindestens 28.000 Euro geschätzt.

Die wichtigste Info für die Anlieger: "Die Aufwertung des Platzes soll ohne Kostenbeteiligung der Anlieger erfolgen", sagte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche im Ausschuss.

Variante 2: Kurve mit "shared space". FOTO: Freiraumplus

Die Aufträge für die Umgestaltung sollten eigentlich bereits im Jahr 2015 erteilt werden; sie gehört zu Nettetals Stadtentwicklungskonzept. Doch wie das neue Gesicht des Platzes aussehen sollte, war strittig. Im vergangenen Jahr gab es den Vorschlag, die beiden Parkreihen mit Bäumen zu bepflanzen. Doch dies ließ die St.-Lambertus-Bruderschaft um ihren angestammten Zeltplatz fürchten - sie lehnt den Vorschlag mit Vehemenz ab.

Zu den Akteuren, die sich immer wieder für eine Fortsetzung des festgefahrenen Projekts eingesetzt haben, gehört der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) um seinen Vorsitzenden Manfred Meis. Bei einer Bürgerversammlung und bei Gesprächen mit Anwohnern hat sich laut Meis die Mehrheit für Variante 2 ausgesprochen. Der Verein wünscht sich etwa Sitzmöglichkeiten, Fahrradständer und eine E-Bike-Ladestation, um die asphaltierte Fläche - auch für Touristen - attraktiver zu gestalten. Deshalb hat der Verein bereits 2015 einen Förderantrag für das Programm "Leader" gestellt.

Laut der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche seien die Unterschiede zwischen beiden Vorschlägen nicht so erheblich. Warum die Verwaltung bisher auf Variante 2 - mit einer engeren Kurve und ohne Pflanzinseln mit Sitzelementen - gesetzt hat: "Dadurch wird der Verkehr langsamer." Dies sei ein zusätzlicher Nutzen. Sonst könnte der bereits vorhandene Schleichverkehr noch weiter zunehmen.

Was für die technische Beigeordnete aber entscheidend ist: "Auf dem Petershof wird es keine Niveau-Unterschiede mehr geben, er soll eine einheitliche Fläche werden." Das Areal soll ein großer Platz werden, der auch als solcher erkennbar ist.

Für die von den Landschaftsarchitekten "Freiraumplus" vorgeschlagenen "Shared Spaces" (gemeinsame Flächen für alle Verkehrsteilnehmer) kann sich Susanne Fritzsche eine bereits vielfach bekannte Alternative vorstellen: "Ein verkehrsberuhigter Bereich erfüllt auch diesen Zweck."

Quelle: RP
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