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Nettetal
Neues Schild am Amandusbrunnen

Nettetal. Mehrere Monate Sanierungsarbeit hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hinbeck in "Helijepötsche" investiert. So nennt der Volksmund den auf der Hinsbecker Heide oberhalb des Deependahls gelegenen Amandusbrunnen. Zunächst reinigte der knapp 80 Jahre alte Helmut Josten den Brunnen und sein Umfeld und befestigte herausgebrochene Steine. Dann demontierte er das rund 30 Jahre alte Hinweisschild mit der Beschreibung des Wirkens des Heiligen Amandus, das durch Wind und Wetter gelitten hatte.

Schild und Stange überarbeitete anschließend ein Hinsbecker Schreiner. Es wurde neue Farbe aufgetragen und der Hinsbecker Kalligraf Umberto Poletti malte die bisherige Beschriftung neu auf. So erstrahlt das Schild wieder im alten Glanz. Gleichzeitig sorgte Josten auch für die finanzielle Unterstützung der ehrenamtlichen Aktion durch Nettetaler Unternehmen.

An dieser Quelle soll der Legende nach der Heilige Amandus (*um 595, 684), Bischof von Maastricht, bei einer Missionsreise nach Herongen und Hinsbeck missioniert haben. Das Alter des Brunnens ist nicht bekannt, er wird aber bereits auf Karten von 1729 dargestellt. Es besteht jedoch keine Quelle. Es tritt Oberflächenwasser aus den Bodenschichten des Hanges hervor und läuft in die früher offene Mulde. 1951 fasste man die Mulde, in der bis dahin ständig Wasser stand, erstmals mit Feldsteinen ein; eine weitere Renovierung erfolgte in den 1980er Jahren durch Hans Brünken. Wahrscheinlich wurde dabei der Wasserzulauf aus den Bodenschichten verdeckt, so dass der Brunnen austrocknete. Heute befindet sich im Amandusbrunnen nur noch nach Regen etwas Wasser.

(heko)
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