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Nettetal
Noch keine Zeugen im "Fall Batman"

Nettetal. Die Polizei hat noch keine neuen Erkenntnisse, seitdem am Montag Nachmittag ein Mann einen Vierjährigen aus einem Auto heraus angesprochen und ihm Geschenke versprochen haben soll, falls er einsteigt. Der Unbekannte soll "geschminkt wie Batman" gewesen sein. Von Daniela Buschkamp

"Bei uns haben sich keine Zeugen dieses Vorfalls gemeldet", sagt Ulrike Heijndijk von der Kreispolizei Viersen.

Der Vater des Jungen habe zwar mit den Beamten gesprochen, aber keine Anzeige erstattet. Auch eine Frau, die den Jungen am Auto beobachtet hatte, sei befragt worden. Aber: "Solange keine offizielle Anzeige vorliegt, wird die Polizei nichts weiter unternehmen", so die Sprecherin.

In den sozialen Medien wie Facebook hatte der Vorfall für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Meldung des Vaters, der den Vorfall nach der Aussage seines Sohnes beschrieb, wurde vielfach geteilt.

Viele Eltern fragen sich jetzt, wie sie ihre Kinder vor Straftätern schützen können. Zur Vorbeugung rät die Polizei, dass Kinder Distanz zu Fahrzeugen und Fremden halten sollten, wenn sie angesprochen werden. Sie sollten, auch wenn sie herbeigerufen werden, nicht an ein Auto herantreten, sondern mindestens einen Meter davon entfernt bleiben. Eltern sollten ihre Kinder nicht allein, sondern in Gruppen, etwa zum Spielplatz schicken. Sie sollten mit dem Nachwuchs bedrohliche Situationen und das richtige Verhalten üben. Auch die Notrufnummer 110 sollte den Kindern bekannt sein.

Laut Wolfgang Goertz, Sprecher der Kreispolizei in Viersen, würden die Mitarbeiter der Kriminalprävention dieses Thema "gezielt mit Kindergärten und Schulen" behandeln. Bei Fragen helfen die Mitarbeiter des Kriminalkommissariats Kriminalprävention/Opferschutz unter 02421 9498700 weiter.

Quelle: RP
 
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