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Nettetal
NRW-Stiftung beschenkt Landschaftshof

Nettetal. Rechtzeitig vor Weihnachten gibt es gute Nachrichten für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Biotopschutz im Kreis Viersen. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt dem Verein einen Zuschuss in Höhe von bis zu 45.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld sollen auf dem vereinseigenen Landschaftshof Baerlo in Leutherheide barrierefreie Sanitäranlagen gebaut werden können. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Staatsminister a. D. Harry Kurt Voigtsberger. Die schriftliche Zusage wird demnächst von der NRW-Stiftung in Nettetal persönlich überreicht.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft mit ihrem langjährigen Vorsitzenden Bernd Rosenkranz für den Naturschutz und die Landschaftspflege in der Region. Der Landschaftshof selbst ist seit 1999 in Betrieb und hat sich mit seinen Außenanlagen zu einem beliebten Informationszentrum entwickelt. Rund 9000 Besucher kommen jährlich und nutzen die Möglichkeiten, sich über Ziele des Naturschutzes zu informieren, aktiv dabei mitzumachen oder Korbflechtkurse zu besuchen. Die Arbeitsgemeinschaft bietet dabei auch zunehmend Angebote für Menschen mit Handicap an, etwa Flechtkurse für Blinde.

Um der wachsenden Zahl älterer, geh- oder sehbehinderter Menschen gerecht zu werden, hat der Verein bereits mithilfe der Agentur "Barrierefrei NRW" etliche Hindernisse auf dem Landschaftshof beseitigen können. Mit dem aktuellen Zuschuss der NRW-Stiftung kann nun auch der Sanitärbereich ausgebaut und zugleich modernisiert werden. Schon in der Vergangenheit unterstützte die NRW-Stiftung die Arbeitsgemeinschaft maßgeblich beim Bau und der Einrichtung des Hofes. Seit zwei Jahren fördert die NRW-Stiftung auch Maßnahmen zur Inklusion.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz Heimat- und Kulturpflege wurde 1986 von der Landesregierung zum 40. Geburtstag des Landes NRW gegründet. Sie hilft gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlichen Gruppen, die sich in NRW für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen. Rund 2600 Natur- und Kulturprojekte konnte die NRW-Stiftung seit ihrer Gründung unterstützen. Das Geld für ihre Förderungen erhält sie überwiegend aus Lotterieeinnahmen von Westlotto, aber auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins. Die thematisch weitgehend seltene Verbindung von Natur und Kultur ist ein besonderes Kennzeichen der NRW-Stiftung.

(kai)
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