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Nettetal
Politiker stimmen gegen Brunnen

Nettetal: Politiker stimmen gegen Brunnen
Der Brunnen in Lobberich wurde 1994 stillgelegt. FOTO: Burghardt
Nettetal. Der kleine Brunnen an der Hochstraße vor dem Ingenhovenpark in Lobberich soll abgebaut werden. Das beschloss der Betriebsausschuss Nettebetrieb mit der Stimmenmehrheit von CDU und AfD. Damit verkehrten die beiden Fraktionen einen Bürgerantrag ins Gegenteil: Werner Backes aus Lobberich hatte Anfang des Jahres in einem Schreiben an den Bürgermeister darum gebeten, den 1994 stillgelegten kleinen Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen.

Bereits in seiner Sitzung im April hatte der Ausschuss über den Antrag beraten. Damals plädierten Verwaltung und die meisten Fraktionen dafür, die Anlage zwar nicht wieder in Betrieb zu nehmen, weil das zu aufwändig und zu teuer wäre, sie aber zumindest zu erhalten. Den mit Mosaiksteinen verzierten Brunnen sauber zu halten und die Bepflanzung ringsum zu pflegen, sollte laut Rainer Lankes vom Nettebetrieb 500 Euro kosten.

Guido Gahlings (Grüne) und Hans-Willy Troost (FDP) stellten den Brunnen als ein Stück Lobbericher Kulturgeschichte dar, Thomas Zündel (CDU) sagte, es gebe schönere Brunnen, dieser "sollte weg", seine Fraktion beantrage den Abbau. Ausschussvorsitzender Ingo Heymann (CDU) sah Beratungsbedarf in den Fraktionen, der Punkt wurde vertagt.

In der jüngsten Sitzung nun rechnete Zündel hoch, die Pflege des stillgelegten Brunnens würde "in zehn Jahren 5000 Euro kosten". Den Einwand der Verwaltung, man könne noch nicht beziffern, wie groß der Aufwand für einen Rückbau der Anlage und wie hoch die entsprechenden Kosten wären, ließ Zündel nicht gelten.

So setzten sich CDU und AfD mit ihren acht Stimmen gegen die sechs Stimmen von SPD, Grünen, WIN und FDP durch. Ob tatsächlich und wann der Brunnen abgerissen wird, bleibt allerdings noch offen: Letztlich muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 30. August darüber entscheiden.

(jobu)
 
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