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Nettetal
Politiker stimmen gegen höhere Versorgungsquote

Nettetal. Der Jugendhilfeausschuss ist dem WIN-Antrag auf Anhebung der Versorgungsquote für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung auf 100 Prozent nicht gefolgt. Man wolle sich lieber darauf konzentrieren, die bisherige Quote von 97 Prozent überhaupt zu erfüllen, hieß es in der jüngsten Sitzung. Die WIN-Fraktion sieht es dadurch gefährdet, gleiche Bildungschancen für alle zu ermöglichen.

Vor drei Jahren war die Versorgungsquote von 95 auf 97 Prozent erhöht worden. "Die erreichen wir derzeit nicht", sagte der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder. Doch man könne auch mit 97 Prozent eine familienfreundliche Stadt sein. Bislang gebe es keine Klage auf einen Kindergartenplatz. "Das zeigt, dass die Familien sich gut betreut fühlen", sagte Schönfelder. In der Kindergartenbedarfsplanung für 2018/19 sind im Ü3-Bereich weiterhin 50 Überbelegungen enthalten.

Auch die anderen Politiker sprachen sich gegen eine Erhöhung aus. "Lassen Sie uns die 97 Prozent erreichen und dann das nächste Ziel ins Auge fassen", sagte Martina Derpmanns (Grüne). Jugendamtsleiter Jochen Müntinga sagte, man müsse "das Ohr an der Schiene haben", in den Einrichtungen nachhören, wie der Bedarf im Alltag sei. "Dass es Eltern gibt, die nicht ihren Wunschplatz bekommen haben, kann man nie abstellen", sagte er.

Der Ausschuss lehnte den Antrag bis auf die Gegenstimme von Antragsteller Andreas Zorn (WIN) ab.

(emy)
 
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