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Nettetal
Polizei sucht Geldautomaten-Sprenger per Helikopter

Nettetal: Polizei sucht Geldautomaten-Sprenger per Helikopter
Im Bahnhof Gummersbach zündeten die Täter einen Sprengsatz. FOTO: S. Dierke
Nettetal. In Niederkrüchten-Elmpt und Nettetal-Kaldenkirchen sind in der Nacht zu gestern viele Menschen durch Hubschrauber aus dem Schlaf geschreckt worden. Der Grund für den Einsatz war eine Fahndung der Polizei nach Geldautomaten-Sprengern.

Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei in der Nacht nach den Unbekannten gesucht. Die Tat war gegen 3.40 Uhr in Gummersbach begangen worden. Dort hatten die Täter einen Automaten der Sparda-Bank am Bahnhof im Stadtteil Dieringhausen in die Luft gejagt und flohen. Während der Spurensicherung war der Bahnhof für sieben Stunden gesperrt.

Die Polizei startete eine Fahndung in der näheren Umgebung, doch erfolglos. Deshalb weitete sie die Suche aus. Mehrfach waren Automaten-Sprenger zuvor gezielt aus den Niederlanden angereist, um in Deutschland Beute zu machen. Sie flüchteten auch wieder über die Grenze. Erst Anfang August hatte das Kölner Landgericht zwei Niederländer zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie laut Urteil mehrere Automaten im Rheinland gesprengt und insgesamt 470.000 Euro erbeutet hatten.

Deshalb wurden nach Auskunft der Polizei Viersen die Grenzübergänge an der A 40 bei Venlo, an der A 61 bei Kaldenkirchen, an der A 52 bei Elmpt und an der A 4 bei Aachen überwacht. Eine Spur der flüchtigen Täter führt an die Grenze zu den Niederlanden. Wie ein Sprecher der Polizei im Kreis Viersen bestätigte, hatten Beamte gegen 5 Uhr auf der A 61 in Höhe Kaldenkirchen kurz vor der Grenze einen besonders schnell in Richtung Venlo fahrenden BMW beobachtet. "Weder das Kennzeichen noch die Zahl der Insassen konnten festgestellt werden", so der Polizeisprecher. Es war auch ein Hubschrauber im Einsatz, der immer wieder über dem Autobahnstück kreiste. Allerdings: Die Automaten-Sprenger konnten dort nicht entdeckt werden.

Die Polizei im Oberbergischen Kreis hat noch nicht bekannt gegeben, ob bei der Sprengung Beute gemacht wurde. Ein Fachfirma muss zunächst den Automaten untersuchen. Das Ergebnis lag gestern noch nicht vor.

(hah)
 
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