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Nettetal
Präzise auch bei der Firmenübergabe

Nettetal. Norbert Frentzen hat die Peters Werkzeug- und Maschinenbau GmbH an Ralf Mittermüller übergeben.

Die Ölpumpe im Porsche 911, eine Titan-Prothese im menschlichen Knie, ein Batteriegehäuse der Solarindustrie, das Rotorblatt einer Motorsäge, der Abgaskühler eines Deutz-Katalysators und der Motor einer Miele-Waschmaschine haben eines gemeinsam. Alle Bauteile werden in oder auf einer Spannvorrichtung der Nettetaler Firma Peters Werkzeug- und Maschinenbau hergestellt.

"Wir bilden mit unseren Spezialmaschinen die Grundlage für eine spätere Massenproduktion", erläutert Geschäftsführer und Firmeninhaber Ralf Mittermüller. Er hat das Unternehmen im Herbst vergangenen Jahres übernommen und begrüßte jetzt gemeinsam mit seinem Vorgänger Norbert Frentzen Bürgermeister Christian zur Betriebsbesichtigung im Breyeller Gewerbegebiet Berger Feld.

Der Vorrichtungsbau für Kunden weltweit und die Lohnfertigung für regionale Kunden sind Schwerpunkte des Betriebes. Auf den Peters-Spannvorrichtungen werden Endprodukte produziert - meist in Stückzahlen von mehreren Millionen. Spannvorrichtungen selbst werden nur in geringer Stückzahl entwickelt, gefertigt und ausgeliefert. Es sind bis zu 80 Stück im Jahr. Ihr Bau dauert rund zwölf Wochen und kostet bis zu 150.000 Euro. "Wir arbeiten mit einer Präzision von bis zu einem tausendstel Millimeter. Das können weltweit nur sehr wenige Firmen", erläuterte Mittermüller. Er beschäftigt 18 Fachkräfte, darunter CAD-Konstrukteure, CNC-Fräser, Werkzeugmacher, Feingerätetechniker, Werkzeugmacher, Bohrwerksdreher, Schweißer, Schlosser und Fräser.

Von 1999 bis 2015 führte Norbert Frentzen den mittelständischen Betrieb. Aus Altersgründen hat er sich im vergangenen Jahr nach einem Käufer und Nachfolger umgesehen. Über die IHK-Unternehmensnachfolgebörse "nexxt-change" kam der Kontakt zu Ralf Mittermüller zustande. Als sich beide über den Firmenverkauf einig waren, zog Mittermüller mit seiner Familie von Hamburg an den Niederrhein. Im Betrieb tätig ist auch seine Frau Alice Becker. Für eine begrenzte Zeit arbeitet auch Frentzen noch mit, um für einen reibungslosen Übergang zu sorgen. "Das ist eine erfolgreiche und mustergültige Nachfolgeregelung, zum Vorteil für alle Mitarbeiter und Kunden", sagte Bürgermeister Wagner beeindruckt. Angemeldet wurde am 21. September 1963 der Gewerbebetrieb "Konstruktion und Bau von Werkzeugen und Maschinen Gebr. Heinrich und Johannes Peters". Das Unternehmen wurde am 30. Dezember 1980 in die Peters Werkzeug und Maschinenbau GmbH umgewandelt. Zum 27. Dezember 1998 wurden deren Geschäftsanteile an Norbert Frentzen veräußert, der wiederum am 24. September 2015 seine Anteile an Ralf Mittermüller verkaufte.

Quelle: RP
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