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Nettetal
Radweg erneuert — Bürger dennoch unzufrieden

Nettetal. Hans Gorißen ist leidenschaftlicher Radfahrer. Mehrfach in der Woche setzt sich der 77-jährige Hinsbecker auf sein Fahrrad und fährt los - zur Erholung. Die setzt allerdings frühestens hinter der Krickenbecker Allee ein. Denn der Radweg entlang der Straße ist holprig. "Ich ärgere mich, dass der Weg nicht ordentlich gemacht wird", sagte der Rentner im Juli. Die Stadt Nettetal kündigte damals an, den Belag noch in diesem Jahr erneuern zu wollen. Das tun Mitarbeiter gerade auch - aber Gorißen ist dennoch enttäuscht.

Denn die Stadt lässt die Fahrbahn an den Stellen, an denen die Wurzeln der Bäume entlang der Allee durch den Asphalt gebrochen sind, herausfräsen und die Löcher mit Schotter verdichten. "Das ist keine Verbesserung", sagt Gorißen. Diese Variante hatte die Stadt nämlich bereits an mehreren Stellen angewendet - und die dadurch entstehenden Kanten machen den Radweg uneben, sagte der Rentner im Juli.

Dabei hatte Stadtsprecher Jan van der Velden damals angekündigt: Voraussichtlich würden die Löcher mit Asphalt gefüllt, damit werde eine dauerhafte Lösung gewählt. Die Stadt hält aber ihre jetzige Lösung laut van der Velden für eine gute: "Alle anderen Möglichkeiten würden immens hohe Kosten verursachen, und neuer Asphalt würde wieder aufbrechen." Gorißen wundert sich: "Die Landstraße daneben ist doch glatt. Warum schafft man das bei dem Radweg nicht?"

(emy)
 
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