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Nettetal
Restaurant am Wittsee öffnet wieder

Nettetal: Restaurant am Wittsee öffnet wieder
Noch wird im und am Restaurant am Wittsee kräftig gearbeitet. Die Eröffnung des vor achtzig Jahren errichteten Lokals hat Karl Kummer für Freitag, 1. Mai geplant. FOTO: Busch
Nettetal. Nach Umbauten und Modernisierung führt Karl Kummer das Café-Restaurant als Pächter von Helmut Sommerfeld. Von Manfred Meis

Nach halbjähriger Umbau- und Renovierungsphase eröffnet das Strandrestaurant am Wittsee in Leuth wieder am Freitag, 1. Mai. Weil es den Badestrand nicht mehr gibt, nennt der neue Pächter Karl Kummer das weithin bekannte Ausflugslokal schlicht "Café & Restaurant De Wittsee". So schließt sich eine weitere Lücke der Ausflugslokale an den Seen und in der Natur im Stadtgebiet von Nettetal.

Für den 48-jährigen Koch und Hotelfachmann Kummer ist der eigenverantwortliche Betrieb eines Ausflugslokals eine neue reizvolle Aufgabe. Nach seiner Lehre im Restaurant "Am Schänzchen" in Lobberich zog es den gebürtigen Hessen, der aber am Niederrhein aufwuchs, hinaus in die Welt der großen Hotels und Restaurants: Schlosshotel Hugenpoet (Essen-Kettwig), Hilton und Steigenberger (Düsseldorf), Gosch (Sylt), Haus Baues und Kaiser-Friedrich-Halle (Mönchengladbach), Molzmühle (Wegberg). Sesshaft wurde er in Lobberich im "Haus Seerose", der früheren Gaststätte des Kolpinghauses, wo er zehn Jahre lang viele Gäste mit seiner Kochkunst überzeugte.

Am Wittsee verfügt er über einen Schankraum - die alte Theke ist nicht wieder zu erkennen -, Café/Restaurant und einen Saal, der gut 100 Personen Platz bietet. Er kann sogar noch erweitert werden. Insgesamt beträgt die verfügbare Fläche rund 400 Quadratmeter. Hinzu kommt eine Außenterrasse mit Blick auf den See mit einer Größe von rund 500 Quadratmetern, die teilweise noch in einen Wintergarten verwandelt werden soll. Dabei wird dann auch noch die letzte Stufe verschwinden. Alle Räume sind bequem mit Rollstuhl oder Rollator erreichbar. Auf dem Bauplan steht ein zweiter Toilettentrakt mit Behindertentoilette.

Von der Außenterrasse her kann man den Blick auf den Wittsee mit östlichem und südlichem Ufer genießen und Wasservögel, Paddler und Segler vorüberziehen sehen. "Der Sandkasten für die Kinder wird noch zu einem Spielplatz ausgebaut, wo sie auch etwas matschen können", sagt Helmut Sommerfeld. Er hat das Lokal Ende vergangenen Jahres von den Eheleuten Helmut und Marliese Oehlers gekauft. Marlieses Vater Max Schmitter hatte das Restaurant 1934 gebaut und bis zu seinem Tod 1959 mit großem Erfolg geführt. Er galt als ein sehr kluger Gastronom, der mit professioneller Weitsicht das Potenzial eines Ausflugslokals früh erkannte. Seine Frau Milla führte das Geschäft zunächst alleine fort. Dann stieg die Tochter Marliese ein, die das Anwesen später an ihren Sohn Jörg Höfer verpachtete. Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren war das Strandrestaurant manchmal so gut besucht, dass Zusatztische bis ans Ufer des Wittsees gestellt werden mussten. Älteren Nettetalern sind die Winzerfeste und Reiterbälle am Wittsee, in guter Erinnerung.

Zu einem solchen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens möchte Karl Kummer den "Wittsee" wieder machen. Als gutes Omen wertet er, dass schon jetzt einige Familienfeste bei ihm gebucht worden sind, noch ehe er eröffnet hat. Die Gäste werden nun ein sehr helles Lokal vorfinden und in einem Saal feiern können, dessen bisher niedrige Decke neue Dimensionen nach oben gefunden hat.

Quelle: RP
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