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Nettetal
Reste einer 4700 Jahre alten Eiche in Breyell zu sehen

Nettetal. Auf dem Landschaftshof Baerlo ist nun eine Seltenheit zu sehen: die Reste einer rund 4700 Jahre alten Eiche. Sie wird auf 2740 vor Christi Geburt datiert. Allerdings wurde sie nur knapp 200 Jahre alt: Ihr Todesjahr wird mit 2588 vor Christi Geburt angegeben. Übrig ist nur noch ein Eichenstamm mit einen Durchmesser von 80 bis 85 Zentimeter, der 1990 in der Baugrube für ein Regenrückhaltebecken in Mülheim an der Ruhr gefunden wurde. Das Splintholz ist verrottet, das Kernholz dagegen nur stellenweise von Mikroorganismen abgebaut worden. Rund 152 Jahresringe sind nachweisbar. Diese Jahrringe und die spezifische Abfolge unterschiedlicher Jahrringbreiten gestatteten den Wissenschaftlern im Rheinische Landesmuseum Trier die eindeutige Aussage, dass die Eiche im Jahr 2740 vor Christi Geburt ein kleiner Keimling war und im Jahr 2588 gefällt wurde.

Die Wissenschaftsdisziplin, die an Hand der Abfolge unterschiedlich breiter Jahrringe das Alter von Holz genau datieren kann, ist die Dendrochronologie. Die exakte Datierung ist möglich, weil die Forschung in Europa einen lückenlosen "Jahresring-Kalender" aufgebaut hat. Eine Vergleichsuntersuchung nach der C14-Methode am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln bestätigte dann das Ergebnis mit der Altersangabe für Holz: Es sei rund 4700 Jahre alt.

Nach Absprache ist die Eiche nun im Landschaftshof zu besichtigen. Anmeldung unter Telefon 02153 972972.

(hws)
 
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