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Nettetal
Rettungswache soll erweitert werden

Nettetal. Es gibt einen personellen und auch räumlichen Engpass in der Rettungswache am Sassenfelder Kirchweg in Lobberich. Deshalb hat die Stadt Nettetal kurzfristig zwei neue Stellen geschaffen. Zudem wird überlegt, die Wache zu vergrößern Von Christina Böttner

Durch Fluktuation und langfristig Erkrankte herrscht in der Rettungswache am Lobbericher Krankenhaus eine angespannte Personalsituation. Dies teilte Ordnungsdezernent Armin Schönfelder auf Anfrage unserer Redaktion mit. Deshalb musste schnell gehandelt werden. "Wir haben im Tausch gegen zwei nichtbesetzte Stellen in der Verwaltung zwei neue Stellen in der Rettungswache geschaffen", erläutert er. "So konnten wir kurzfristig zwei Rettungssanitäter einstellen." Zudem habe die Politik zwei weitere Stellen in den Haushaltsplan für 2017 eingebracht. Damit soll das Personal der Rettungswache von 23 langfristig auf 27 Personen aufgestockt werden.

Aber nicht nur die personelle Situation ist verbesserungswürdig. Auch herrscht Raumnot in der Rettungswache am Sassenfelder Kirchweg, bestätigt Schönfelder. "Sowohl der Sanitär- als auch der Aufenthaltsbereich muss erweitert werden. Es ist in der Rettungswache sehr beengt", sagt der Ordnungsdezernent. Genauer gesagt: Vor Ort gibt es nur eine Toilette für alle Rettungssanitäter und -assistenten. Somit teilen sich die vier Frauen und 21 Männer diese eine Toilette. Auch im Umkleidebereich gibt es keine Geschlechtertrennung. "Darüber hat sich jedoch noch niemand beschwert", sagt Schönfelder.

Ideen für eine mögliche Erweiterung der Rettungswache gibt es bereits: "Zum einen wäre es eine Möglichkeit, das Archiv zu verlegen und diese angrenzenden Räume für die Rettungswache zu nutzen", erläutert der Ordnungsdezernent. "Auch könne Platz im geplanten Erweiterungsbau geschaffen werden." Was genau in den Erweiterungsbau kommen wird, soll im September entschieden werden, teilt Schönfelder mit und ergänzt: "Uns ist es vor allem wichtig, dass die Rettungswache am Krankenhaus bleibt."

Dem stimmt auch Michael Leenen, ärztlicher Leiter am Krankenhaus, zu. "Wir sind sehr froh, dass wir eine Rettungswache am Haus haben. Nicht nur, dass wir so nur kurze Wege haben, auch können Nachbesprechungen schnell und unkompliziert erfolgen. Das ist mir sehr wichtig." Auch Fortbildungen werden so gemeinsam besucht. "Der Rettungsdienst ist Teamarbeit. Je besser man sich kennt, desto eingespielter ist man als Team bei Einsätzen", betont Leenen.

Auch der CDU Lobberich liegen der Erhalt und vor allen die Aufstockung der Rettungswache sehr am Herzen. Nach einer Führung durch die Wache am Sassenfelder Kirchweg sagt Harald Post, Vorsitzender des Ortsausschusses: "Die Rettungswache soll beibehalten und auf den neuesten Stand gebracht werden. Wir hoffen, dass es bei der geplanten Erweiterung zügig vorangeht." Zudem verspricht er: "Die Politik wird die Stadtverwaltung bei notwendigen Personalaufstockungen unterstützen."

Quelle: RP
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