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Kommentar
Rücksichtslos gierig

Gut gedacht ist nicht immer auch gleich gut gemacht. Die Erfahrung macht jetzt die Stadt Nettetal mit der Einführung der Zweitwohnungssteuer. Ausgerechnet Nettetaler Familien, die in die Bildung ihrer Kinder investieren, sollen jetzt auch noch zusätzlich Geld an die klamme Stadt überweisen - denn nicht die Kinder, sondern die Eltern dürften diejenigen sein, die die Steuer zahlen werden. Die Folge wird sein, dass die Bürger künftig noch weniger Vertrauen in die "familienfreundliche Stadt" haben und Kinder reihenweise abgemeldet werden, um der Steuer zu entgehen. Es ist ein übler Trick, sich nach dem Meldegesetz zu richten und so Verwaltungsgerichtsurteile auszubremsen, die aufseiten der Eltern und Studenten stehen. Das ist rücksichtslose Gier.

ludger.peters@rheinische-post.de

Quelle: RP
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